Ein Mensch ist in unwegsamem Gelände verunglückt. Hilfe kommt aus der Luft - in diesem Fall jedoch nur bei einer gemeinsamen Übung der Polizeihubschrauberstaffel zusammen mit der Berufsfeuerwehr Koblenz. Es geht um die Rettung von Personen mit einer Seilwinde. Diese Einsätze erfordern höchste Konzentration und Präzision, jeder Handgriff muss sitzen.
Rettung aus der Luft: Präzision ist gefragt
Besonders für die Piloten sind solche Manöver eine Herausforderung. Andreas Nazarro ist Pilot in der Hubschrauberstaffel der Polizei in Rheinland-Pfalz, die auf dem Flugplatz in Winningen stationiert ist. Er erklärt nach der Übung: "Es war eng, ein Turm stand nah, und durch den Taleinschnitt gab es starke Böen. Den Hubschrauber ruhig zu halten, damit die zu rettende Person nicht irgendwo anschlägt, ist nicht einfach."
Regelmäßige Übungen für den Ernstfall
Damit solche Einsätze reibungslos ablaufen, trainieren die Luftretter der Berufsfeuerwehr Koblenz und die Polizei alle 90 Tage verschiedene Szenarien. Auch der Feuerwehrmann Florian Zerfas ist Luftretter und betont, wie wichtig diese Zusammenarbeit ist: "Je öfter wir die Abläufe üben, desto routinierter werden wir. Das kommt im Einsatz auch dem Patienten zugute."
Seit rund zwei Jahren verfügt die Polizei über neue Hubschrauber, die mit Seilwinden ausgestattet sind. Sie kommen jedoch nicht nur bei Rettungseinsätzen zum Einsatz. Auch bei Fahndungen oder Waldbränden leisten die Hubschrauber wertvolle Unterstützung. Trotzdem gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern: Der Lärm der Hubschrauber wird als störend empfunden.
Anwohner kritisieren die Lärmbelastung
Pascal Simon, ebenfalls Teil der Hubschrauberstaffel, zeigt Verständnis. Er betont aber die Wichtigkeit des Trainings: "Wir fliegen nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei schwierigen Bedingungen. Dafür müssen wir üben. Wir versuchen jedoch, den Lärm zu minimieren und suchen immer neue Übungsorte." Für diesen Tag ist die Übung beendet, doch schon in der kommenden Woche stehen weitere Trainingseinheiten an.