Ermittlungen nach Polizeieinsatz am Samstagabend

Massenschlägerei in Rheinböllen: Mehrere Verletzte und elf Tatverdächtige

Bei einer Auseinandersetzung in Rheinböllen im Hunsrück sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Schlägerei hatte ihren Ursprung laut Polizei in einer Großfamilie.

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Nach Polizeiangaben hatte es am Samstagabend mehrere Meldungen über eine große Schlägerei in Rheinböllen gegeben. Als die Polizei eintraf, prügelten etwa 30 Menschen aufeinander ein. Inzwischen konnten den Angaben zufolge elf Tatverdächtige ermittelt werden.

Stichverletzungen bei einigen Beteiligten

Sie gehören demnach zum Teil einer in Rheinböllen lebenden Großfamilie. Mehrere an der Schlägerei beteiligte Personen wohnen laut Polizei in Rheinböllen nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt.

Die Einsatzkräfte konnten die Streitenden voneinander trennen. Dabei stellten sie fest, dass mehrere Menschen verletzt waren, einige hatten Stichverletzungen. Neun Betroffene wurden vor Ort medizinisch versorgt, drei Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

Streit in Rheinböllen hat eine Vorgeschichte

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gab es zwischen zwei Gruppen schon seit längerer Zeit einen innerfamiliären Konflikt, der offenbar am Samstagabend eskalierte. Genauere Angaben hierzu macht die Polizei nicht. Insgesamt mussten sieben Personen die Nacht auf der Polizeiwache verbringen. Gegen die übrigen Beteiligten wurde ein Platzverweis ausgesprochen.

Ermittlungen gegen elf Tatverdächtige

Aktuell wird durch die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach und die Kriminalpolizei Koblenz gegen insgesamt elf Personen im Alter zwischen 18 und 56 Jahren ermittelt. Dabei stehen mehrere Tatbestände im Raum, darunter der Verdacht der gefährlichen Körperverletzung und der Verdacht auf Landfriedensbruch. Einzelne Mitglieder der Großfamilie sind laut Polizei bereits in der Vergangenheit strafrechtlich wegen Körperverletzung, Beleidigungen und Bedrohungen in Erscheinung getreten.

Polizei bietet Sprechstunden für besorgte Anwohner

Nach Angaben der Polizei hat der Großeinsatz vom Wochenende große Unruhe in der 4.000-Einwohner-Stadt ausgelöst. Die Polizei sagt, dass eine Gefahr für Unbeteiligte derzeit aber "eher auszuschließen" sei, da der Konflikt "offensichtlich in der Familie gelöst werden soll."

Die für Rheinböllen zuständige Polizeiinspektion Simmern nimmt die wahrgenommenen Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nach eigenen Angaben allerdings sehr ernst. Sie bietet deshalb am Dienstag und Mittwoch im Rathaus in Rheinböllen jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr Bürgersprechstunden an.

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SWR

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