Die Bundesstraße 62 im Kreis Altenkirchen ist eine wichtige Verkehrsachse und das Tor nach Siegen und Nordrhein-Westfalen. Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) sind täglich rund 14.000 Autos und Lkw auf der Strecke unterwegs. Doch die Bundesstraße ist in einem schlechten Zustand und muss im Bereich Mudersbach-Niederschelderhütte dringend saniert werden. Das gestaltet sich jedoch schwierig.
B62 kann nur kurzzeitig komplett gesperrt werden
Die Sanierungsarbeiten sollen insgesamt rund zweieinhalb Jahre dauern. "Wir können die Strecke aber nur am Anfang acht bis zehn Wochen komplett sperren", erklärt Markus Sehner, zuständiger Projektingenieur des LBM. Danach werde die B62 halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampel geregelt. Das sei nötig, weil unter anderem Firmen, Tankstellen und Supermärkte direkt an der Straße liegen. Die müssten weiter erreichbar bleiben.
Die Ampelregelung sei allerdings nur für den innerörtlichen Anliegerverkehr vorgesehen, sagt Sehner. Andere Auto- und Lkw-Fahrer sollen die Baustelle weiträumig umfahren. Die Umleitung führt über Niederfischbach und ist 40 Kilometer lang. Andere Straßen sind laut LBM wegen des hohen Verkehrsaufkommens als Umleitungsstrecke nicht geeignet.
Sorge vor Verkehrschaos in Mudersbach
"Wir befürchten aber, dass viele Verkehrsteilnehmer auf die umliegenden Straßen ausweichen werden, um die Umleitung zu umgehen", sagt Projektleiter Sehner. Diese Sorge teilen auch Christian Peter (SPD), Bürgermeister von Mudersbach, sowie Andreas Hundhausen (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen.
Alle drei appellieren daher an die Vernunft der Auto- und Lkw-Fahrer, die ausgeschilderte Umleitung zu nutzen. Andererseits komme es in Mudersbach zu langen Staus und Wartezeiten an den Ampeln. Das sei stressig für die Verkehrsteilnehmer selbst, aber vor allem auch für die Anwohner in Mudersbach. Und die seien durch die zweieinhalbjährige Baustelle ohnehin schon stark beeinträchtigt.