Neue Erkenntnisse

Frachter fuhr im Autopilot ungebremst in Moselschleuse

Der schwere Unfall an der Moselschleuse Müden hat Ermittler beschäftigt. Nun steht fest: Das Schiff fuhr im Autopilot-Modus. Warum niemand eingegriffen hat, bleibt noch ungeklärt.

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Stand

Die Analyse der aufgezeichneten Daten zeige, dass das Schiff mit einer Geschwindigkeit von 12,2 Kilometern pro Stunde in die Schleuse einfuhr - im Autopilot. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass teilautonomes Fahren mit Autopilot auf der Mosel grundsätzlich erlaubt ist. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der Schiffsführer jederzeit eingreifen kann. Warum das in diesem Fall nicht geschehen ist, ermitteln die Behörden noch.

Technische Analyse: Keine Defekte am Schiff

Ein Gutachten zeigt, dass weder der Motor noch die Steuerung des Schiffes technische Defekte aufwiesen. Zudem wurden keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum beim verantwortlichen Schiffsführers festgestellt. Sichergestellte Videoaufnahmen zeigen, dass das Schiff bis zum Aufprall ungebremst weiterfuhr und so das Schleusentor zerstörte.

Die Staatsanwaltschaft untersucht weiterhin, warum der Schiffsführer nicht in den Steuerungsprozess eingegriffen hat. Mögliche menschliche Fehler oder eine falsche Einschätzung der Situation stehen im Fokus der Ermittlungen.

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Bei dem Schiffsunfall an der Moselschleuse ist nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn ein Schaden von etwa 5,4 Millionen Euro entstanden. Nach ihren Angaben ist aber noch nicht klar, wie viel Geld die Versicherung des Schiffs zahlt, das die Havarie hatte.

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SWR