Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium weiter mitteilt, sind die Bestände der Flussperlmuschel in den vergangenen Jahrzehnten in ganz Deutschland um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Das hänge zum einen mit der Verschmutzung von Bächen und Flüssen zusammen. Aber auch damit, dass viele Gewässer begradigt und umgebaut wurden. Den seltenen Muscheln fehle somit der Lebensraum.
In der Nister gebe es außerdem zu viele Nährstoffe, deswegen wachsen dort viele Algen. Die wiederum verschließen die Lücken in den Kiesflächen des Flusses, wo die Muscheln normalerweise leben. Zusätzlich seien die Bestände der Fischart Nase in der Nister zurückgegangen, die würden die Algen typischerweise fressen.
Auch bundesweit kaum noch Flussperlmuscheln
Für die Bestände der Flussperlmuschel in Rheinland-Pfalz sieht es somit derzeit nicht gut aus. Nach Auskunft des Umweltministeriums gibt es nur in der Grenzregion zu Luxemburg noch kleine Bestände im Einzugsgebiet der Flüsse Sauer und Our.
Auch deutschlandweit gebe es nur noch wenige seriöse Meldungen über Vorkommen der seltenen Muschel, etwa in der Rhön, im Fichtelgebirge oder im Bayrischen Wald. Die Informationen zu diesen Vorkommen seien jedoch bereits überaltert.