Abschnitt der Bundesstraße muss erneuert werden

Nach Ölunfall in den "Thürer Wiesen": B262 bleibt voll gesperrt

Die Reinigungsarbeiten im Naturschutzgebiet "Thürer Wiesen" werden noch länger dauern als zunächst angenommen. Die B262 bleibt vorraussichtlich noch bis Mitte Mai voll gesperrt.

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Stand

Nach Angaben des Landesbetrieb Mobilität (LBM) muss die Bundesstraße zwischen Thür und Mendig auf einer Länge von 140 Metern komplett zurückgebaut und erneuert werden. Auch die Kanalrohre im Seitengraben der Straße müssten neu gemacht werden.

Bei dem Lkw-Unfall waren am 21. Februar tausende Liter Heizöl in ein großes Regenrückhaltebecken und in das Naturschutzgebiet gelaufen. Große Mengen des Öls sind den Angaben zufolge auch unter die Fahrbahn gesickert. Deshalb muss die Straße komplett saniert werden.

Bauarbeiten nach Ölunfall dauern an

Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Ende April abgeschlossen sein. Doch wie der LBM mitteilt, wurde die Vollsperrung nochmal bis zum 16. Mai verlängert. Als ein Grund wurde starker Regen angegeben, der den Baufortschritt verzögert habe, sowie weitere Kontaminationen, die bei Bodenanalysen aufgefallen waren. Diese müssten erst noch beseitigt werden.

Thür

Wasser und Boden werden überwacht Zukunft der "Thürer Wiesen" nach Ölunfall immer noch unklar

Es war ein Desaster, als im Februar tausende Liter Heizöl in die "Thürer Wiesen" bei Mendig geflossen sind. Die Folgen für das Naturschutzgebiet sind immer noch unklar.

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Um das ausgelaufene Öl zu entfernen, waren in den vergangenen Wochen große Bagger und Saugwagen im Einsatz. Demnach wurde unter anderem eine über zwei Meter tiefe und rund 30 Meter lange Grube direkt am Fahrbahnrand ausgehoben. Erst wenn die Schadstoffe komplett beseitigt seien, könne die Straße neu gebaut werden. Auch die Auffahrt von der B256 in Richtung A61 ist laut LBM weiter von der Sperrung betroffen. Der Verkehr wird umgeleitet.

Etwa 200 tote Tiere nach Ölunfall

Bei dem Unfall Mitte Februar waren tausende Liter des Heizöls auch in das Sumpfgebiet "Thürer Wiesen" gelangt. Das Naturschutzgebiet gilt als wichtiges Feuchtbiotop im Kreis Mayen-Koblenz.

Einsatzkräfte und freiwillige Helfer waren dort wochenlang mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Das Öl richtete große Schaden an. Viele Pflanzen waren kontaminiert. Nach Angaben der Wildtierpflegestation Kirchwald starben etwa 200 Tiere.

Ein Vogel, dessen Federn mit Öl verklebt sind, im Naturschutzgebiet Thürer Wiese.
Für diesen Wasservogel kam jede Hilfe zu spät. Franziska Kauermann/Wildvogelpflegestation Koblenz Bild in Detailansicht öffnen
Naturschützerinnen sind in den "Thürer Wiesen" im Einsatz, sie suchen weiter nach Tieren, die mit Öl kontaminiert sind.
Viele Naturschützerinnen und Naturschützer waren in den "Thürer Wiesen" im Einsatz: Sie suchten nach Tieren, die mit Öl kontaminiert waren. Bild in Detailansicht öffnen
Ölverschmutzung im Naturschutzgebiet Thürer Wiese.
Das Naturschutzgebiet "Thürer Wiesen" ist ein wichtiges Feucht-Biotop im Kreis Mayen-Koblenz. Nach einem Tanklaster-Unfall war Heizöl in das Naturschutzgebiet geflossen und bedrohte Pflanzen und Tiere. Franziska Kauermann/Wildvogelpflegestation Kirchwald Bild in Detailansicht öffnen
Mehrere Ölbarrieren wurden im Gelände der Feuchtgebiets "Thürer Wiesen" eingerichtet.
Mehrere Ölbarrieren wurden damals im Gelände der Feuchtgebiets "Thürer Wiesen" eingerichtet. Die Reinigung des Naturschutzgebietes gestaltete sich schwierig. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Amphibienfahrzeug wird in dem unwegsamen Gelände "Thürer Wiesen" eingesetzt. Es soll nach dem Öl-Unfall unter anderem Schilf aus dem Naturschutzgebiet herausholen.
Unterwegs in unwegsamem Gelände "Thürer Wiesen" - das Amphibienfahrzeug sollte nach dem Öl-Unfall unter anderem Schilf aus dem Naturschutzgebiet herausholen. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Öl-Unfall" hängt an einer Brücke im Naturschutzgebiet Thürer Wiesen.
Auf der B262 bei Mendig hatte ein Tanklaster mit mehr als 30.000 Litern Heizöl am 21. Februar 2025 einen Unfall. Dabei war Öl in das Naturschutzgebiet "Thürer Wiesen" gelaufen. Bild in Detailansicht öffnen

Schadenshöhe noch nicht absehbar

Die Kosten für den Einsatz in dem Naturschutzgebiet seien noch nicht abzusehen, heißt es von der Kreisverwaltung. Man gehe zwar von einem Versicherungsfall aus, es sei aber noch unklar, ob auch der Kreis Mayen-Koblenz einen Teil davon übernehmen müsse.

Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen konnte nach Angaben der Polizei bei dem Unfall kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten des Lkw-Fahrers festgestellt werden. Gegen ihn sei ein "Ordnungswidrigkeitenverfahren" eröffnet.

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