Nach der Entschärfung der 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe in Koblenz, wurde die Evakuierung um kurz nach 10 Uhr wieder aufgehoben. Der Blindgänger wurde am Morgen zunächst mit einem Baggerschiff zum Gülser Moselbogen gebracht. Dabei wurde es nach Angaben der Stadt von der Wasserschutzpolizei begleitet. Am Moselbogen hat der Kampfmittelräumdienst die Bombe schließlich entschärft.
Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes handelte es sich dabei um eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Entschärfung sei ohne große Probleme verlaufen, obwohl die Bombe jahrzehntelang im Wasser gelegen und eine größere Delle gehabt habe. Die entschärfte Bombe wurde anschließend zum Stützpunkt des Kampfmittelräumdienst transportiert. Zusammen mit weiteren entschärften Bomben soll sie später zu einer Spezialfirma nach Niedersachsen gebracht werden. Dort wird sie zerschnitten und verbrannt.
Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten im Rhein entdeckt
Die Bombe war am vergangenen Donnerstag bei Bauarbeiten an der Pfaffendorfer Brücke im Rhein entdeckt worden. Die Stadt hatte sich dafür entschieden, die Bombe nicht in unmittelbarer Nähe des Fundorts zu entschärfen, weil sonst von der nötigen Evakuierung etwa 16.000 Menschen betroffen gewesen wären.
Etwa 1.100 Menschen mussten zur Sicherheit aus ihren Wohnungen
Daher wurde die Bombe zunächst mit einem Baggerschiff zur Koblenzer Moselschleuse gefahren, wo sie rund um die Uhr bewacht wurde. Damit die Bombe am Gülser Moselbogen sicher entschärft werden konnte, mussten nach Angaben der Stadt etwa 1.100 Menschen im Koblenzer Stadtteil Lay bis 8:30 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Zudem wurden die Bundesstraßen 416 und 49 gesperrt, genauso wie die Bahnstrecke entlang der Mosel. Auch der Campingplatz in Güls wurde geräumt.
Blindgänger liegt auf einem Schiff Entschärfung der Bombe in Koblenz am Mittwoch - So soll es gehen
Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Gründonnerstag bei Bauarbeiten gefunden wurde, soll heute entschärft werden. Das teilte die Stadtverwaltung am Karsamstag mit.
600 Camper mussten vorübergehend den Campingplatz verlassen
Die Betreiberin des Campingplatzes Carina Fritzcharles, hatte den etwa 600 Gästen auf dem Platz im Vorfeld Bescheid gegeben. Am Morgen hat sie mit dem Platzwart nochmal nachgeschaut, ob wirklich alle weg sind. Die meisten Camper nahmen es gelassen, dass sie den Tag nicht auf dem Platz verbringen konnten. Sie wollten sich die Zeit in der Innenstadt vertreiben oder einen Ausflug machen.
Ordnungsamt kontrollierte in den Straßen
Im Anschluss an die Evakuierung ist das Ordnungsamt durch die Straßen gegangen und hat überprüft, ob alle Häuser und Wohnungen leer waren. Anschließend konnte die Bombe vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden.