Auf viele Pendler aus dem Mittelrheintal nach Koblenz oder aus Koblenz in Richtung Mainz kommen in den nächsten Wochen schwere Zeiten zu. Denn die von Pendlern oft genutzten Regionalexpress-Züge RE2 und und RE17 fallen bis Ende April größtenteils zwischen Koblenz und Bingen aus. Nur die Mittelrheinbahn RB26 soll auf der Strecke fahren.
RE2 ist Hauptpendlerlinie zwischen Koblenz, Mainz und Frankfurt
Grund für die Einschränkungen sind laut Bahn Instandhaltungsarbeiten an der linken Rheinstrecke. Deswegen kann die Strecke oft nur eingleisig befahren werden und hat deswegen deutlich weniger Kapazitäten. Die langsamere Linie RB26 soll allerdings weiter fahren. Sie fährt aber grundsätzlich mit weniger Wagen als der bei Pendlern beliebte Regionalexpress, weswegen diese Züge deutlich voller werden könnten als an normalen Tagen.
Die Triebwagen, die normalerweise im Regionalexpress eingesetzt werden, können aber nicht temporär die Regionalbahn ergänzen, weil die Regionalbahn von Transregio, die beiden Regionalexpress-Linien aber von DB Regio und Vlexx betrieben werden.
Fernzüge fahren weiter
Auch die Fernzüge zwischen Koblenz und Mainz fahren weiterhin und werden teilweise über die rechte Rheinseite umgeleitet. Obwohl der schnelle Regionalexpress ausfällt, sind diese Fernzüge aber weiterhin nicht für Regio-Tickets wie das Deutschlandticket freigegeben. Wer also beispielsweise aus Koblenz schnell in die Landeshauptstadt fahren will, für den fallen pro Fahrt extra Kosten von 30,60 Euro (ICE, 2. Klasse, Flexpreis ohne BahnCard, einfache Fahrt) für ein Fernverkehrsticket an.
Fahrplan ändert sich fast jeden Tag
Die betroffenen Verkehrsunternehmen Vlexx und DB Regio setzen zwischen Koblenz und Bingen auch Ersatzbusse ein. Diese brauchen auf der Strecke allerdings deutlich länger als die Regionalbahn, die parallel zu den Bussen fährt.
Da sich die Baustelle verändert, ändert sich auch der Fahrplan fast jeden Tag. Nur weil am Vortag ein Zug gefahren ist, muss das nicht bedeuten, dass er auch am nächsten Tag fährt. Die Bahn empfiehlt deswegen, jeden Tag beispielsweise auf bahn.de oder in der App DB Navigator nachzuschauen, ob die eigene Verbindung tatsächlich zu Stande kommt.