Bahnstrecke ab 10. Juli gesperrt

Einschränkungen erwartet: Das bedeutet die Sanierung der Bahnstrecke rechter Rhein für Pendler

Ab dem 10. Juli 2026 soll die rechte Rheinstrecke zwischen Troisdorf, Neuwied, Lahnstein und Wiesbaden für fünf Monate gesperrt werden. Die Bahn will die Strecke komplett erneuern.

Teilen

Stand

Von Autor/in Constantin Pläcking

Wenn die Deutsche Bahn die Bahnstrecke auf der rechten Rheinseite saniert, dann wird es zu massiven Einschränkungen kommen. Denn für fünf Monate soll die komplette Strecke gesperrt werden. Auf der rechten Rheinseite kommt man dann nur noch mit dem Ersatzbus voran.

Expressbusse und zusätzliche Strecken

Damit die Zeit für Pendlerinnen und Pendler so gut es geht überbrückt werden kann, soll es zwischen Koblenz und Troisdorf, sowie zwischen Koblenz und Wiesbaden ein ausgeklügeltes Ersatzbuskonzept geben. So soll es teilweise Expressbusse geben, die nicht an allen Haltestellen anhalten und so schneller unterwegs sind.

Das vorläufige Ersatzbuskonzept für die Generalsanierung rechter Rhein.
Das vorläufige Ersatzbuskonzept für die Generalsanierung rechter Rhein.

Aber es sollen auch zusätzliche Strecken eingerichtet werden: Beispielsweise soll es von Neuwied einen Bus nach Andernach geben, damit Pendler aus Neuwied direkt an die linke Rheinseite angeschlossen sind. Ab Rüdesheim soll es einen direkten Bus nach Mainz geben. Die Busse sollen außerdem häufiger fahren, als aktuell die Züge.

Einschränkungen auch auf der linken Rheinseite

Bereits in der Vorbereitung zur Generalsanierung wird es auf der linken Rheinseite an vielen Tagen Bauarbeiten geben, die bereits dann zu Zugausfällen führen können. Damit soll die linke Rheinseite fit gemacht werden für die Generalsanierung.

Aber auch während der Bauarbeiten am rechten Rhein fahren linksrheinisch weniger Züge. Zwischen Remagen, Andernach und Koblenz fallen Linien aus. Für die gibt es teilweise Ersatzbusse. Zwischen Bingen und Mainz soll die Hälfte aller Regionalbahnen der Linie RB26 ausfallen. Auch viele Fernverkehrsverbindungen zwischen Köln und Koblenz fallen während der Zeit weg.

Der Grund ist, dass dadurch Güterzüge einfacher umgeleitet werden können, die zuvor rechtsrheinisch unterwegs gewesen wären.

Bahn will 160 Kilometer Strecke am Stück modernisieren

Bei der Generalsanierung handelt es sich um ein Baukonzept, bei dem alles, was an der 160 Kilometer langen Strecke gemacht werden muss, gebündelt und gleichzeitig abgearbeitet wird.

Auf der rechten Rheinstrecke möchte die Bahn zwischen dem 10. Juli und dem 11. Dezember 2026 unter anderem die Bahnhöfe modernisieren. Sie sollen beispielsweise barrierefrei werden, eine hellere Beleuchtung oder angenehmere Unterführungen bekommen.

Bahnsteig mit Rampe und Wetterschutzhäuschen am Bahnhof in Kampf-Bornhofen.
So wie der Bahnhof in Kamp-Bornhofen sollen viele Bahnhöfe am rechten Rhein später aussehen.

Neue Gleise, Weichen und Oberleitungen

Nach Angaben der Bahn werden neben neuen Gleisen auch mehr und schneller befahrbare Weichen eingebaut. Weil die Züge dann an mehr Stellen das Gleis wechseln können, ist die Bahn auch bei Störungen flexibler. Das soll unter anderem Verspätungen verringern. Außerdem wird die Oberleitung an vielen Stellen erneuert.

Neues Zugsicherungssystem ETCS wird eingebaut

Die Bahn möchte außerdem das neue Zugsicherungssystem ETCS auf der Strecke einbauen. Dafür werden insgesamt sechs Stellwerke mit alter Technik durch neue elektronische Technik ersetzt. Auch das soll laut Bahn für mehr Zuverlässigkeit sorgen. Denn dadurch könnten die Züge sicher mit verringerten Abständen zueinander fahren.

Koblenz

Sperrungen und Umleitungen Großbaustellen 2026: Darauf müssen sich Pendler im nördlichen RLP einstellen

Neubau der Pfaffendorfer Brücke, Wiederaufbau im Ahrtal, Sanierung der rechten Rheinstrecke: 2026 rollen vielerorts die Bagger rund um Koblenz. Das sind die größten Projekte.

Baden-Württemberg

Bahn bewertet ihr eigenes Netz Trotz teurer Generalsanierung: Riedbahn erhält keine Bestnoten

Die Deutsche Bahn hat den Zustand ihres eigenen Netzes bewertet. Insgesamt sei es "mittelmäßig" - nicht mal die frisch sanierte Riedbahn bekam eine eins.

Mannheim

Durchwachsene Bilanz ein Jahr nach Generalsanierung Die Riedbahn ist pünktlicher, aber nicht pünktlich genug

Seit einem Jahr rollen die Züge wieder auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. Zuvor war sie fünf Monate lang generalsaniert worden. Die Bilanz fällt durchwachsen aus.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!