Am Johannistag geht die Spargelsaison traditionell zu Ende. Und damit ist die Zeit des leckeren Stangengemüses vorbei, das man pur, mit Kartoffeln, Pfannkuchen oder auch Schnitzel genießen kann. Aber wie war sie - die Spargelsaison 2025? Das haben wir den Pfalzmarkt in Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) gefragt.
Hohe Löhne machten Spargel teurer
Das wechselhafte Wetter im April und im Mai machte den Spargelbauern den ersten Strich durch die Rechnung, sagte Björn Wojtaszewski vom Pfalzmarkt Mutterstadt. Denn: Andere Regionen starteten ihre Ernte relativ früh und sorgten damit schnell für Konkurrenz für den Pfälzer Spargel. Die Verbraucherinnen und Verbraucher griffen außerdem auch zu günstigeren Stangen, die aus Südamerika und anderen Teilen Europas kamen.
Dazu kam laut Wojtaszewski der gestiegene Mindestlohn, den die Spargelbauern ihren Erntehelfern zahlen mussten. Der Pfälzer Spargel war dadurch deutlich teurer als der Spargel aus dem Ausland.
Bilanz von Bauern aus der Pfalz Spargel in der Pfalz: Ernte war so wechselhaft wie Wetter
Wie überall in Deutschland endete auch in der Pfalz am 24. Juni traditionell die Spargel-Saison. Die Landwirte hatten mit dem Wetter zu kämpfen. Wie ihre Bilanz ausfällt.
"Viele beschweren sich, dass Pfälzer Spargel zu teuer ist, aber dafür ist er regional, frisch und nicht lange unterwegs", sagte Wojtaszewski. Außerdem sei Spargel sehr arbeitsintensiv: Man brauche viele Arbeiter, die stechen, waschen, sortieren und schälen.
Absatz und Umsatz vom Vorjahr nicht erreicht
Der Pfalzmarkt erwartet, dass der Umsatz von 2024, 4,2 Millionen Euro, nicht erreicht werden kann. Auch der Gesamtabsatz von 832.000 Kilogramm aus 2024 könne vermutlich nicht übertroffen werden. Eine Woche vor dem Johannistag wurden rund 750.000 Kilogramm weißer und grüner Spargel über die Handelsplattform in Mutterstadt vermarktet.
Gute Ware, viele Kunden - Spargelbauern in RLP ziehen Bilanz 2025
Letzte Spargelmengen werden noch nach dem Johannistag verkauft
Nach dem 24. Juni wird Spargel traditionell nicht mehr gestochen. Der Grund: Bis zum ersten Frost sind es mindestens 100 Tage. Diese Zeit braucht der Spargel, um genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Manche Landwirte bieten aber über den Johannistag hinaus noch die letzten Spargelmengen an.