Nach dem Falschfahrer-Unfall mit drei Toten im Rhein-Pfalz-Kreis befindet sich eine schwer verletzte 20-jährige Frau in akuter Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Montag mit. Die junge Frau saß den Ermittlungen zufolge in dem Wagen, der bei Dudenhofen frontal mit dem Fahrzeug einer 64-Jährigen zusammengestoßen war.
Unklar, warum 64-Jährige falsch fuhr
Warum die 64-Jährige aus dem Kreis Karlsruhe in entgegengesetzter Fahrtrichtung fuhr sei unklar und Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Anklagebehörde mit. Der Unfall hatte sich am Samstag kurz vor Mitternacht ereignet. Die Bundesstraße 9 ist an der Stelle vierspurig mit je zwei Spuren in jede Richtung. Den Ermittlungen zufolge fuhr die Frau entgegen der Fahrtrichtung und stieß ungebremst mit dem Wagen eines 24-Jährigen zusammen.
Beide Autos fingen Feuer. Die Unfallverursacherin sowie der 24-Jährige in dem anderen Wagen und seine 21 Jahre alte Mitfahrerin starben noch an der Unfallstelle. Die 20-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.
Vollsperrung der B9 nach Unfall
Durch den Unfall waren Trümmerteile auf der gesamten Bundesstraße verteilt. Bis diese weggeräumt waren, war die Bundesstraße voll gesperrt. Gegen 5 Uhr am frühen Sonntagmorgen wurde sie wieder freigegeben. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Im Rahmen der Ermittlungen sei derzeit keine Obduktion der Unfallverursacherin geplant, hieß es.
ADAC-Tipps bei Falschfahrern
Der ADAC rät im Falle einer Falschfahrer-Meldung im Radio dazu, die Geschwindigkeit zu verringern. Außerdem sollte die Warnblinkanlage angeschaltet werden. Der Automobilclub empfiehlt zudem, auf dem äußeren rechten Fahrtreifen zu fahren, nicht zu überholen, ausreichend Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug zu halten. "Wenn Sie die Situation nicht sicher einschätzen können, sollten Sie bei der nächsten Ausfahrt von der Autobahn abfahren oder einen Parkplatz aufsuchen", rät der Automobilclub Verkehr (ACV). Notfalls könne auch auf den Seitenstreifen ausgewichen werden, schreibt der ADAC.
Den sollte man beim Fahren daher im Blick halten. Dem Verkehrsfunk sollte man aufmerksam zuhören, weil dort auch durchgegeben wird, wenn die Gefahr vorbei ist.