Kälte hat bisher kaum Auswirkungen

Eiskaltes Wetter und Schnee in der Pfalz: Eindrücke vom Montag

Der Winter ist so richtig angekommen in der Pfalz. Es ist bitterkalt und das schafft erste Probleme. Dafür sieht es dort, wo es geschneit hat, schön aus.

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Von Autor/in Leon Vucemilovic, Nancy Lau


Minus acht Grad - so kalt war es am Montag in Bad Dürkheim. Am Dienstag und Mittwoch soll es nochmal an vielen Orten in der Pfalz minus fünf Grad kalt werden. Das bereitet nach Angaben der Kreisverwaltung der Müllabfuhr Probleme. In einigen Verbandsgemeinden konnten Mülltonnen nicht laut Plan abgeholt werden.

Mehr Patienten in Klinik

Ein Sprecher des Klinikums Landau-Südliche Weinstraße berichtet, dass seit es kalt geworden ist, deutlich mehr Patienten in die Notfallaufnahme kommen: Vor allem Obdachlose mit Unterkühlungen durch Übernachtungen im Freien, aber auch Asthmatiker, Grippe-Patienten und an Demenz erkrankte, die ohne Winterkleidung draußen waren.

Wälder kommen gut mit Kälte zurecht

Zumindest für die Wälder ist der Frost aber kein Problem, sagt Philipp Hannemann, Leiter des Forstamts Haardt. "Problematisch ist Frost nur im Frühjahr. Da können neu gebildete Knospen und Triebe erfrieren." Ohne den Klimawandel wären solche Temperaturen im Winter völlig normal.

Diese Einschätzung teilt auch Frank Stipp vom Forstamt Bad Dürkheim. Er warnt jedoch: "Für die Tiere ist der Winter keine einfache Zeit. Sie müssen mit ihren Energiereserven haushalten." Waldbesucher sollten deshalb versuchen, die Tiere möglichst nicht zu stören. Hunde sollten beispielsweise nur an der Leine durch den Wald laufen dürfen, rät der Forstamtsleiter. Ansonsten kämen die heimischen Tiere mit den kalten Temperaturen gut zurecht.

Zootiere können Probleme bekommen

Kleinere Tiere, die bei uns nicht heimisch sind, können hingegen Probleme mit dem kalten Wetter bekommen, sagt Christina Schubert, Verwalterin des Zoos Landau. "Die kleinen Tiere aus den Tropen und den Subtropen sind solches Wetter natürlich überhaupt nicht gewöhnt", sagt sie. Die Tiere seien aber alle im Zoo geboren und deshalb anpassungsfähig. Wichtig sei vor allem, darauf zu achten, dass die Tränken der Tiere nicht einfrieren.

Winterdienste haben noch keine Probleme

Die Winterdienste auf den Straßen kommen aktuell gut mit Frost und Schnee zurecht, sagt eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz. Sie rät allen Verkehrsteilnehmern trotzdem dazu, vorsichtig zu sein.

Wasserleitungen im Boden können bei extremer Kälte einfrieren und brechen, teilen einige Wasserwerke in der Pfalz mit. Rohrbrüche würden in der Regel aber schnell behoben. Das kalte Wetter stelle Versorger noch nicht vor erhebliche Probleme.

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Leon Vucemilovic
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SWR-Autorin Nancy Lau

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