600 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden

Mann+Hummel in Speyer: Betriebsrat legt alternatives Konzept zur Standortsicherung vor

Wie geht es weiter bei Mann+Hummel? IG Metall und Betriebsrat haben ein alternatives Konzept zur Standortsicherung vorgestellt. Jetzt warten alle auf eine Reaktion der Konzernspitze.

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Von Autor/in Panja Schollbach, Katharina Kittelberger

Die Angst der Beschäftigen bei Mann+Hummel ist spürbar. Sie wissen nicht, wie es weitergeht, ob sie in Zukunft noch beim Unternehmen arbeiten können.

Ein Mitarbeiter erzählt, dass er nicht weiß, wie er seine Kinder ernähren soll, wenn er seinen Job verliert. Ein anderer sagt, dass er bald 50 wird und es dann schwer wird, einen neuen Job zu bekommen.

Das Bild zeigt die Betriebsversammlung bei Mann+Hummel in Speyer.
Am Dienstagnachmittag haben IG Metall und Betriebsrat zu Versammlungen aufgerufen.

Mann+Hummel in Speyer: Bis Ende 2028 soll Standort schließen

Im April teilte der Filterhersteller mit, den Standort in Speyer bis Ende 2028 schließen zu wollen. 600 Arbeitsplätze sind bedroht.

Am Dienstagnachmittag hatte die IG Metall deshalb zu zwei Mitgliederversammlungen in die Stadthalle Speyer eingeladen. Es ging um mögliche Szenarien zur Zukunft in Speyer.

Das Bild zeigt Beschäftigte von Mann+Hummel bei der Mitarbeiterversammlung.
Beschäftigte von Mann+Hummel bei der Mitarbeiterversammlung.

Betriebsrat von Mann+Hummel legt alternatives Konzept vor

"Da wir schon seit Jahren gute Gewinne machen, ist es umso unverständlicher, dass Mann+Hummel den Standort dichtmachen will", sagt Sandra Schweikert vom Betriebsrat.

Gemeinsam mit der IG Metall hat der Betriebsrat einen Vorschlag erarbeitet, wie der Standort gesichert werden kann. Die Beschäftigten erfuhren die Details unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Vorschlag liegt der Konzernspitze vor.

Das Bild zeigt die Betriebsversammlung bei Mann+Hummel in Speyer.
Sie wollen Widerstand leisten - Unterschriften der Mitarbeiter von Mann+Hummel

Alternativkonzept zum Standort - Rückmeldung vom Vorstand bis Montag erwartet

"Wir erwarten am Montag eine finale Rückmeldung zum Alternativkonzept", sagt Wladislaw Wolter von IG-Metall am Dienstag. 4,2 Milliarden Euro Umsatz machte der Filterhersteller 2025. Trotzdem soll die Produktion aus Speyer ins Ausland verlagert werden.

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Filterhersteller aus Ludwigsburg 600 Beschäftigte betroffen: Mann+Hummel will Speyerer Standort schließen

Der Filterhersteller Mann+Hummel hat bekannt gegeben, seinen Standort in Speyer bis Ende 2028 zu schließen. Ein Grund ist die schwache Wirtschaftslage.

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Für Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) steht hinter der Schließung vor allem eins: die Suche nach immer mehr Profit. "Ein Sozialstaat lebt auch davon, dass wir im Sinne der Menschen agieren und nicht nur des Profits." Die Auswirkungen einer solcher Entscheidung könne man aktuell noch gar nicht beziffern, sagt sie.

Gleich zwei Unternehmen haben in Speyer angekündigt, hunderte Stellen zu streichen. Neben Mann+Hummel plant auch der Automobilzulieferer TE Connectivity einen Stellenabbau. Insgesamt sind 1.200 Jobs betroffen.

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Panja Schollbach
Panja Schollbach arbeitet als Redakteurin im SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen
Katharina Kittelberger

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