"Ich habe zwei kleine Kinder und mache mir große Sorgen, weil ich nicht weiß, wie es jetzt weiter geht", sagt ein Familienvater, der anonym bleiben möchte. Er arbeitet seit sechs Jahren für Mann+Hummel in Speyer. Ein anderer Mitarbeiter, der auch anonym bleiben will, ist seit 22 Jahren bei dem Unternehmen beschäftigt.
Auch er hat Zukunftsängste: "Ja, für mich ist es ganz schlimm. Ich weiß nicht, wie es privat und beruflich für mich weiter geht." Ein junger Mann, der erst seit Kurzem im Unternehmen ist, macht sich dagegen weniger Sorgen. "Ich bin jung und finde bestimmt schnell einen Job. Schlimmer ist es für ältere Mitarbeiter oder Eltern", sagt er.
Filterhersteller aus Ludwigsburg 600 Beschäftigte betroffen: Mann+Hummel will Speyerer Standort schließen
Der Filterhersteller Mann+Hummel hat bekannt gegeben, seinen Standort in Speyer bis Ende 2028 zu schließen. Ein Grund ist die schwache Wirtschaftslage.
Mann+Hummel plant Standort in Speyer zu schließen
Egal ob ältere Mitarbeiter oder Eltern. Der Schock sitzt bei allen Beschäftigten weiterhin tief, denn 600 Jobs sind bei Mann+Hummel am Standort Speyer in Gefahr. Der Filterhersteller plant bis 2028 Arbeitsplätze abzubauen und die Produktion an andere Standorte zu verlagern. Das hat das Unternehmen letzte Woche mitgeteilt.
Am Dienstag gab es eine Betriebsversammlung, bei der die Mitarbeiter mehr über die Schließung erfahren haben und auch kritische Fragen stellen konnten. Laut der Gewerkschaft IG Metall kamen Mitarbeiter, der Betriebsrat und die Geschäftsführung zusammen.
Ich habe zwei kleine Kinder und mache mir große Sorgen, weil ich nicht weiß, wie es jetzt weiter geht."
Gewerkschaft IG Metall und Stadt Speyer setzen sich für Mitarbeiter ein
Neben der IG Metall will sich auch die Stadt Speyer für den Standort einsetzen. Nach Angaben der Stadt führen die Oberbürgermeisterin und die Wirtschaftsförderung noch in dieser Woche erste Gespräche mit dem Unternehmen, dem Betriebsrat und dem Land Rheinland-Pfalz.