Die Weltklimakonferenz in Brasilien macht gerade wieder deutlich: Das Klima ändert sich - mit vielen negativen Folgen. Wälder spielen in dem Prozess eine Schlüsselrolle, weil sie CO₂ speichern und als Stabilisator wirken.
Gleichzeitig zeigt der Waldzustandsbericht für Rheinland-Pfalz von Jahr zu Jahr, wie sich die Situation der Wälder bei uns verschlechtert - auch der Pfälzerwald wird nicht verschont. Die Gründe: Trockenheit, Hitze und auch Starkregen. Damit der Pfälzerwald eine Zukunft hat, setzen viele Forstämter auf Neupflanzungen. So auch das Forstamt Bad Dürkheim.
45.000 neue Bäume für den Pfälzerwald
Bereits Anfang des Jahres hat das Forstamt Bad Dürkheim 24.000 Baumsetzlinge ausgebracht. Bis zum Ende des Jahres sollen noch 21.000 weitere folgen, sagt Forstamtsleiter Franz Stipp.
Auch das Forstamt Pfälzer Rheinauen mit Sitz in Bellheim in der Südpfalz hat in diesem Jahr viele neue Bäume gepflanzt. Parallel zur Neupflanzung arbeitet das Forstamt auch mit "Naturverjüngung".
Das bedeutet, dass neue Bäume von selbst aus den Samen älterer Bäume wachsen. So kann sich der Wald natürlich erneuern und sich gut an den Klimawandel anpassen.
Waldzustandsbericht 2024 des Umweltministeriums Wald in RLP geht es weiterhin schlecht
2024 hat sich der Zustand der Baumkronen bei fast allen Arten verschlechtert. Der Anteil absterbender Bäume ist überdurchschnittlich hoch. Das geht aus dem Waldzustandsbericht 2024 hervor.
Wald der Zukunft: Weniger Nadelbäume, mehr Mischwald
Früher wurden Flächen im Pfälzerwald oft mit Nadelbäumen, vor allem Fichten und Kiefern, aufgeforstet. Gerade diese Bestände sind aber besonders anfällig für Trockenheit und den Borkenkäfer.
Klimarobuste Baumarten wie die Zerreiche oder die Esskastanie eignen sich besser. Durch verschiedene Bäume soll Mischwald entstehen und ausgeweitet werden.
Langfristig ist das gemeinsame Ziel der Förster, den Pfälzerwald klimastabil zu machen und dass er künftig besser mit Trockenheit klarkommt.