Die eine, richtige Wurftechnik gibt es wohl nicht. Man hat in Weidenthal schon Weltmeister gesehen, die viel Anlauf genommen haben, aber auch ganz cool aus dem Stand hat so manch einer die Höchstweite geknackt. Der traditionelle Weihnachtsbaum-Dreikampf ist auch in diesem Jahr wieder Garant für Besucherinnen und Besucher von überall. Das pfälzische Weidenthal hat am ersten Wochenende im neuen Jahr einfach Kult-Charakter. Ab sofort auch für Jan-Philipp Wertmann, er ist in diesem Jahr zum ersten Mal als Teilnehmer dabei.
18. Weihnachtsbaumwurf-WM: Alles begann in Mamas Garten in Weidenthal
Das Turnier findet schon zum 18. Mal statt. Olympisch ist der Dreikampf zwar nie geworden, doch das tut der Stimmung auf dem Sportplatz des FC Wacker Weidenthal keinen Abbruch. In drei Kategorien sind wieder zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer angetreten: Hoch-, Schleuder- und Weitwurf. Dass das Event, das in den 1990er-Jahren in Mamas Garten begonnen hat, mittlerweile in ganz Europa bekannt ist, ist für Organisator Christopher Milloth immer wieder faszinierend. "Es ist schon überwältigend. Wir haben so klein angefangen, jetzt ist es so populär!", sagt der Vorsitzende des FC Wacker Weidenthal.
Weltrekord nach zehn Jahren beim Knutfest 2026 geknackt
Der Weltrekord bei den Männern ist geknackt. Nach vielen Jahren gibt der 61 Jahre alte und mehrfache inoffizielle Weltmeister Frank Schwender aus Frankeneck seinen Titel ab. Er war dieses Jahr nicht mehr angetreten und hielt seit 2016 den Weltrekord mit 25,01 Metern bei drei Würfen.
Nur Moritz Hoffmann aus Neustadt an der Weinstraße gelingt das schier Unmögliche. Er landet drei Mal in Folge einen Mega-Wurf. Seine unglaubliche Gesamtweite in diesem Jahr: 26,18 Meter! Glückwunsch an den neuen Weltrekordhalter. Seine Verfolger sagen ihm aber schon den Kampf fürs nächste Jahr an.
Neuling Jan-Philipp Wertmann aus Gönnheim schlittert in der Gesamtwertung mit 24,09 Metern nur knapp am bisherigen Rekord vorbei und landet auf dem zweiten Platz.
Nachhaltigkeit bei Weihnachtsbaumwurf-WM
Die Bäume aus dem Gemeindewald haben nach so einem ereignisreichen Tag dann auch mal als Sportgerät ausgedient. Genug herumgeschleudert und durchgeschüttelt. Während einige private Weihnachtsbaum-Exemplare auf dem Feuer feierlich verbrannt werden, landen die meisten WM-Bäume als Futter bei den Ziegen. So geht Spaß, Spannung und Nachhaltigkeit.