Der Landauer Plakatekleber wird einmal mehr ins Gefängnis gehen: Ein Urteil aus dem Jahr 2024 ist nun rechtskräftig, teilte das Landgericht Landau mit. Der Mann muss ein Jahr und zehn Monate in Haft. Er hatte sich gegen ein Berufungsurteil, das vom Landauer Landgericht gefällt wurde, beim Oberlandesgericht in Zweibrücken beschwert. Die Richter dort haben nun aber die Entscheidung aus Landau bestätigt. Damit ist das Urteil endgültig rechtskräftig. Weil die Entscheidung aus Zweibrücken noch ausstand, war der 61-jährige Mann noch auf freiem Fuß.
Plakatekleber seit gut zehn Jahren aktiv
Der sogenannte Plakatekleber ist bereits seit mittlerweile mehr als zehn Jahren in Landau aktiv: Immer wieder tauchen im Stadtbild Zettel mit wirren Verschwörungstheorien und Beleidigungen gegen Politiker und Medien auf. 2018 musste er schon einmal für rund zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Kaum auf freiem Fuß, begann er sofort wieder, Plakate zu kleben.
Gutachter: Plakatekleber wird nicht aufhören
Dem Mann wurde von einem Gutachter eine "wahnhafte Störung" bescheinigt. Es sei davon auszugehen, dass er immer weiterkleben wird, hieß es im Prozess am Landgericht. Der Plakatekleber war auch schon in der Psychiatrie.
Das Urteil, das jetzt rechtskräftig wurde, deckt alle Straftaten ab, die er von August 2021 bis Januar 2023 begangen hat. Allerdings hat der Mann offenbar auch danach weiter Plakate in Landau auf Schilder geklebt. Diese Fälle sind zwar aktenkundig, aber bislang noch nicht vor Gericht gelandet.
Es kann also sein, dass der Landauer noch während seiner Gefängnisstrafe erneut zu einer Verhandlung vor Gericht erscheinen muss, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.