Hat die Verbandsgemeinde Edenkoben eine Lösung gegen die Ameisenplage Tapinoma Magnum gefunden? Schon seit Jahren breitet sich die Ameisenart in der Pfalz immer weiter aus.
Die Verbandsgemeinde Edenkoben hat erstmals im Mai das Vorkommen der Ameisenart bestätigt. Nun heißt es von selbiger: Mehr als 70 Kolonien konnten lokalisiert und erfolgreich bekämpft werden.
Zwei Superkolonien in Hainfeld und Burrweiler habe man komplett zerstört, teilte Eberhard Frankmann, Erster Beigeordnete, dem SWR mit.
Biologische Bekämpfung mit Kieselgur und Nematoden
Den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner stellte die Verbandsgemeindeverwaltung das Bekämpfungsmittel Kieselgur zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung der VG Edenkoben.
Im Gemeindegebiet erfolgte das biologische Bekämpfungsverfahren zweigleisig - mit Nematoden und Kieselgur. Nematoden sind Fadenwürmer. Die winzigen Tierchen werden in Wasser gegeben und auf die Nester gegossen, wo sie Eier und Larven fressen. Kieselgur ist ein Pulver aus Kieselalgen: Es verletzt die Panzer der Ameisen und lässt sie austrocknen.
Edenkoben: Ameisenkolonien erfolgreich eingedämmt
In der Verbandsgemeinde Edenkoben soll diese Kombination aus zwei Bekämpfungsmethoden laut Mitteilung zum Erfolg geführt haben. "Die angewandten Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, die Population der invasiven Ameisen konnte erfolgreich eingedämmt und zurückgedrängt werden, begünstigt auch durch die derzeitigen Witterungsbedingungen“, sagte Eberhard Frankmann.
Invasive Ameisen-Art Ameisenplage: Das hilft gegen Tapinoma magnum
Tapinoma magnum kann mit ihren Superkolonien großen Schaden anrichten. Die invasive Ameisen-Art breitet sich in Deutschland aus.
Es bleibt demnach offen, ob die Maßnahmen allein zur Verdrängung der Ameisen geführt haben - oder, ob das schlechtere Wetter die Ameisen ebenfalls zurückgedrängt hat. Denn die Ameisenart Tapinoma Magnum breitet sich besonders bei wärmeren Temperaturen aus.
Ein erneutes Auftreten sei nicht auszuschließen. Deshalb, so der Erste Beigeordnete, "sollten wir alle wachsam bleiben“.