Es müsse schnell klare Verhältnis und eine stabile Koalition geben, sagt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, Jürgen Vogel, gegenüber dem SWR. Und weiter: "Die Pfalz ist wie kaum ein anderer Standort Export-orientiert und industriell geprägt und deshalb sind wir wie kaum ein anderer Standort auf Verlässlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit angewiesen."
Wichtig sei auch eine europäische Ausrichtung der Politik. Schließlich sei die Pfalz als Grenzregion besonders auf den französischen Nachbarn angewiesen. Die IHK in Ludwigshafen fordert zudem Investitionen in die Infrastruktur, wie Straßen und das Stromnetz. Auch ein günstiger Strompreis sei wichtig, um die Wirtschaft zu stärken.
DGB fordert Anhebung des Mindestlohns
Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert günstigere Energiekosten. Davon würden Arbeitsplätze abhängen, denn die Unternehmen in der Region brauchen viel Energie. Daneben fordert der DGB, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen gehen, die ihre Beschäftigten nach Tarifvertrag zahlen. Außerdem soll der Mindestlohn auf 15 Euro angehoben werden.
Dabei hofft der DGB Region Pfalz in einer eventuellen Koalition mit der CDU/CSU und der SPD auf die Sozialdemokraten, so Geschäftsführer Rüdiger Stein: "Unsere Forderungen stehen im Wahlprogramm der SPD und wir hoffen, dass die SPD bei Koalitionsverhandlungen auch Druck macht."
Handwerkskammer fordert schnell tragfähiges Bündnis
Auch die Handwerkskammer in der Pfalz in Kaiserslautern fordert eine schnelle Regierungsbildung. "Das rheinland-pfälzische Handwerk appelliert an die Parteien der Mitte, umgehend ein tragfähiges Bündnis zu schmieden", so der Sprecher der rheinland-pfälzischen Arbeitsgemeinschaft Kurt Krautscheid.
Von einer neuen Regierung fordert er, bürokratische Hürden schnell abzubauen. Und die Regierung müsse Vertrauen in die Politik und Zuversicht zurückgewinnen. Damit sollen Lösungen für die wichtigen Probleme in der aktuellen Zeit gefunden werden.