Regeln gelockert

Schweinepest-Sperrzone: Mehr Freiheit im Oppenheimer Wäldchen

Das könnte für Freude bei Menschen und Hunden sorgen: Die Regeln in Sachen Schweinepest werden zwischen Oppenheim und Guntersblum ab sofort gelockert. Es dürfen wieder deutlich mehr Wege genutzt werden.

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Von Autor/in Markus Volland, Stefan Schmelzer

Hintergrund sind die neuen festen Schutzzäune, die im Oppenheimer Wäldchen sowie in den Bereichen Dienheim, Ludwigshöhe und Guntersblum fertiggestellt wurden. Auch viele gesperrte Wege sind nach Angaben der Kreisverwaltung Mainz-Bingen nun wieder offen und über sogenannte Fußgängertore erreichbar. 

Mehr Auslauf für Hunde: Hundestrand in Oppenheim wieder frei

Außerdem sind der Zugang zur NATO-Rampe und zum Hundestrand am Oppenheimer Rheinufer wieder freigegeben. Dort dürfen die Tiere auch ohne Leine laufen. Und deswegen waren viele Frauchen und Herrchen in den letzten Monaten auch besonders unglücklich, dass es das Zugangsverbot gab.

Afrikanische Schweinepest: Wegegebot gilt noch

Weiterhin gilt laut Kreis jedoch das sogenannte Wegegebot: Spazieren gehen oder mit dem Fahrrad fahren ist nur auf den Wegen erlaubt. Außerdem bleiben abgesperrte Bereiche mit Zaun oder mit Verbotsschildern tabu.

Parallel dazu arbeitet der Kreis Mainz-Bingen gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz an weiteren Lockerungen. Veterinäramtsleiter Markus Wacker kündigte an, im Herbst 2026 einen sogenannten Rückstufungsantrag bei der Europäischen Kommission prüfen zu lassen. Ziel sei es, die derzeitige Sperrzone II zur Sperrzone I zurückzustufen.

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Erleichterungen für Landwirtschaft

Das würde die Regelungen für die Bevölkerung spürbar entschärfen – insbesondere für Landwirtschaft und Weinbau. So könnten etwa die Pflicht entfallen, Drohnen auf landwirtschaftlicher Flächen vor der Ernte fliegen zu lassen.

Außerdem könnten verschiedene Handelsbeschränkungen für Schweinehalter gelockert werden. Um diese Schritte überhaupt möglich zu machen, sei jedoch eines entscheidend: Alle müssten sich weiterhin strikt an die bestehenden Vorgaben halten, betonen die Verantwortlichen.

Sperrzonen wegen Schweinepest schon im April aufgehoben

Ende April waren schon zwischen Bingen und Mainz Sperrzonen wegen der Schweinepest aufgehoben worden. Seit September 2025 wurden laut Kreisverwaltung gerade einmal drei tote Wildschweine entdeckt. Zwei im April im Kreis Mainz-Bingen, eines Ende Juni im Kreis Alzey-Worms. Die Schutzmaßnahmen hätten offenbar gegriffen, hieß es damals bereits.

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Markus Volland
Stefan Schmelzer
Stefan Schmelzer ist Reporter im SWR Studio Mainz

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