Der Mann war nach Polizeiangaben offenbar zusammen mit einem Bekannten aus Bad Soden im Taunus angereist. Demnach hatten die beiden am Mittwoch einen Ausflug zum Rhein nach Bacharach gemacht, um dort schwimmen zu gehen. Der 62-Jährige war dann ins Wasser gestiegen und sofort abgetrieben worden.
Wasserleiche bei Oberwesel aus dem Rhein geborgen
Sein Bekannter schlug gleich Alarm, gegen 12:20 Uhr ging der Notruf ein. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei starteten umgehend eine groß angelegte Suche, aber die Helfer konnten den Mann bei Oberwesel, also sechs Kilometer weiter, nur noch tot aus dem Wasser ziehen. Der genaue Unfallhergang muss jetzt weiter untersucht werden.
Stadtbürgermeister fordert: Rhein muss sicherer werden
Der Tod des Mannes war am Donnerstagabend auch Thema der Stadtratssitzung in Bacharach - und zwar im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau am Mittelrhein in vier Jahren. Man müsse darüber reden, wie das Schwimmen im Rhein sicherer werden kann, so Bürgermeister Dieter Kemmer.
Bacharach sei Teil der Bundesgartenschau 2029, der Campingplatz am Fluss mit dem Rheinstrand solle dabei eine große Rolle spielen. Außerdem werde der Rhein und das Wasser bei der Buga für die Stadt ein zentrales Thema sein, sagt Kemmer.
Ein Schild aufstellen, wird nicht reichen.
In der Stadtratssitzung habe es noch keine konkreten Vorschläge gegeben, so Bacharachs Bürgermeister Kemmer am Freitag auf SWR-Anfrage. Ziel sei es nun, Ideen dafür zu entwickeln, den Rhein bei Bacharach für Schwimmer sicherer zu machen. "Ein Schild aufzustellen, wird nicht reichen", sagt Kemmer. Die hoffentlich eingehenden Vorschläge sollen dann in die Gespräche mit den Planern der Bundesgartenschau 2029 eingebracht werden.
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