Die Polizisten waren gerade im Industriegebiet von Bad Kreuznach unterwegs, als ihnen der schnelle Radfahrer auffiel. Laut Polizei fuhr er mit "unmenschlicher Geschwindigkeit". Trotz Blaulicht und Martinshorn ignorierte er die Polizisten und floh vor ihnen in Richtung Bosenheim.
Dabei konnten die Beamten erkennen, dass der 28-jährige Radler die Geschwindigkeit halten konnte, obwohl er nicht in die Pedale trat. Er versuchte die Polizisten abzuschütteln, indem er erst über Feldwege nach Bosenheim und dort dann durch besonders enge Gassen fuhr.
Fahrrad erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von fast 100 km/h
Bei seiner Flucht stieß der Radfahrer laut Polizei mit einem 8-jährigen Schuljungen zusammen, der leicht verletzt und zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Radfahrer stürzte bei dem Zusammenstoß von seinem Rad und konnte so von den Beamten festgenommen werden.
Bei der Kontrolle des Trekkingrads kam dann heraus, dass an ihm mehrere Veränderungen vorgenommen worden waren. Durch einen Schalter wurde das Hinterrad so stark angetrieben, dass das Rad auf dem Boardcomputer eine Spitzengeschwindigkeit von 99 km/h erreichte. "Der Tacho zeigt allerdings nur zwei Ziffern an, es kann also durchaus sein, dass man mit dem Fahrrad noch schneller fahren kann", so ein Polizeisprecher. Ein technisches Gutachten soll nun genau klären, was an dem Rad alles gemacht wurde.
Fahrradfahrer hatte vermutlich Drogen genommen
Außerdem gab es laut Polizei Hinweise, dass der 28-Jährige Drogen genommen hatte. Einen Führerschein besitzt er nicht. Nach aktuellem Stand hat er damit vermutlich gleich mehrere Straftaten begangen.
Die Polizei in Bad Kreuznach und Bingen sucht nun Zeugen, die etwas gesehen haben oder womöglich selbst durch den 28-Jährigen genötigt oder geschädigt worden sind. Hinweise nehmen beide Polizeidienststellen entgegen.
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