"Die produktionsfreie Woche wird dafür genutzt, die ... Änderungen und Anpassungen der Arbeitsprozesse und -organisation reibungslos zu integrieren", teilte ein Unternehmenssprecher auf SWR-Anfrage mit. Damit bestätigte er einen AZ-Artikel vom Wochenende.
Automobilbranche leidet unter Absatzrückgang
Schon im Oktober hatten bei Opel in Rüsselsheim die Bänder stillgestanden. Gründe dafür waren, genau wie jetzt auch wieder "abgearbeitete Auftragsspitzen und aktuelle Markterfordernisse", wie es in der Opel-Stellungnahme weiter heißt.
Das heißt nichts anderes, als dass Opel derzeit weniger Autos verkauft und deshalb weniger davon produzieren will, um die Halden nicht noch größer werden zu lassen. Dort stehen die produzierten Neuwagen und warten auf Käuferinnen und Käufer. Die jedoch üben sich derzeit bei allen Automobilherstellern in Zurückhaltung.
Als Anerkennung für die in diesem Jahr geleistete Arbeit werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Abzüge freigestellt.
Ab kommender Woche Ein-Schicht-Betrieb
In der Mitteilung des Unternehmens heißt es weiter: "Die Fertigung im Werk Rüsselsheim hat in Absprache mit dem Betriebsrat ab dem 1. Dezember in allen Bereichen neue, flexible Schichtmodelle eingeführt." Das bedeutet, dass ab der kommenden Woche in Rüsselsheim nur noch im Ein-Schicht-Betrieb gearbeitet werden soll, bisher war es eine halbe Schicht mehr.
IG Metall warnt vor Mehrarbeit für Beschäftigte
Ob mit der Schichtreduzierung auch weniger Mitarbeitende gebraucht werden, ist derzeit noch unklar.
Die Umstellung darf nicht zu einer Arbeitsverdichtung bei den Mitarbeitenden in der Fertigung führen.
Was auf keinen Fall passieren dürfe, ist, dass weniger Beschäftigte künftig mehr arbeiten müssten, sagt Daniel Bremm von der IG-Metall in Darmstadt. Man werde sich die neue Schicht genau anschauen.