Für weit über 600.000 Besucherinnen und Besuchern sei der Rosenmontag wirklich friedlich verlaufen, so die Mainzer Polizei. Im Vergleich zu 2024 hat es in diesem Jahr sogar weniger Straftaten gegeben. Vor allem die Taschendiebstähle seien zurückgegangen. Laut Polizei sind die Feiernden in diesem Jahr sehr aufmerksam gewesen und haben auf ihre Wertsachen geachtet.
Die Anzahl an Körperverletzungen hingegen habe leicht zugenommen - insgesamt seien der Polizei 32 Fälle gemeldet worden. Bei so vielen Besuchern sei das aber immer noch eine sehr niedrige Zahl, so die Polizei.
Mehr als 600.000 Zuschauer So schön war der Rosenmontagszug in Mainz
Mehr als eine halbe Million Menschen haben in Mainz friedlich den Rosenmontag gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein war die Stimmung wieder einmalig. Hier unser Liveticker zum Nachlesen.
Knapp 80 Liter Alkohol vernichtet
Insgesamt hat die Polizei am Rosenmontag etwa 850 Narren und Närrinnen kontrolliert, davon etwa 600 Jugendliche. Viele von ihnen hatten verbotenerweise Alkohol dabei. Am Ende des Tages mussten laut Polizei knapp 80 Liter vernichtet werden.
Um einen guten Überblick zu haben, waren während des Rosenmontagszugs in der Innenstadt Kameras installiert. Außerdem lieferten Drohnen und ein Hubschrauber hilfreiche Bilder. So konnte auch eine Meldung über eine angebliche Person im Rhein schnell aufgeklärt werden.
Rettungskräfte hatten viel zu tun
Anders als die Polizei hatten die Rettungskräfte in diesem Jahr mehr zu tun als in den vergangenen Jahren. Etwa 400 Menschen mussten medizinisch behandelt werden, zum Beispiel nach Schlägereien oder Stürzen.
Insgesamt mussten 53 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden. Erfreulich sei dagegen die Tatsache gewesen, dass es keine gezielten Angriffe auf Rettungskräfte gegeben habe.
Keine Anrufe an Rosenmontag beim Frauennotruf
Beim Frauennotruf sind am Rosenmontag keine Anrufe eingegangen. Sie waren bis abends telefonisch und über einen Messenger-Dienst erreichbar. Das sei auch in den vergangenen Jahren schon so gewesen, sagt Mitarbeiterin Emma Leonhardt. "Unsere Erfahrung ist aber, dass sich im Nachgang noch Personen bei uns melden", so Leonhardt. Teilweise einige Tage, manchmal auch erst Monate später. Deswegen stünden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Betroffene auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.
Rund 90 Tonnen Müll mussten weggeräumt werden
Wo viel gefeiert wird, da fällt auch einiges an Müll an. Am Rosenmontag kamen in Mainz laut Stadt zwischen 85 und 90 Tonnen zusammen. Das Glasverbot im Innenstadtbereich habe nicht dazu geführt, dass der Müll weniger geworden sei, so ein Sprecher der Stadt.
Um die Straßen wieder sauber zu bekommen, seien insgesamt etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenreinigung im Einsatz gewesen. Noch bevor der Rosenmontagszug zu Ende war, hatten die ersten von ihnen schon losgelegt. "Die Reinigungskräfte haben direkt hinter dem Umzug mit der Arbeit n," so der Stadtsprecher.
Weniger Falschparker als noch 2024
In diesem Jahr wurden weniger Falschparker abgeschleppt als noch im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Stadt mussten 170 Autofahrer nach dem Umzug zu Fuß nach Hause gehen. Einige kamen mit einer Verwarnung davon.
MCV zieht positive Bilanz
Der Veranstalter, der Mainzer Carneval-Verein (MCV), freut sich über die vielen Besucherinnen und Besucher. "Das Wetter war herrlich. Das hat viele Menschen in die Stadt gelockt", sagt Michael Bonewitz, Sprecher des MCV. Damit erklärt er sich auch die hohen Besucherzahlen in diesem Jahr. "Für eine Stadt wie Mainz ist das Wahnsinn", so Bonewitz.
Für eine Stadt wie Mainz ist das Wahnsinn.
Zum Thema Sicherheit sagt Bonewitz, dass alle gut vorbereitet waren. Schon seit Monaten hätten die vielen Ehrenamtlichen an dem Sicherheitskonzept gearbeitet. Das Wichtigste sei bei solchen Veranstaltungen, dass nichts schlimmes passiert.
Außerdem lobt Bonewitz die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: "Es war eine hervorragende Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und auch den Sanitätern."