Die traditionelle Mainzer Johannisnacht ist am Montagabend zu Ende gegangen. Erstmals gab es statt eines Feuerwerks eine Drohnen-Licht-Show.
Die etwa zehnminütige, von Musik begleitete, Show war eine Hommage an den berühmtesten Sohn der Stadt: den Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg. Er wurde vor 625 Jahren in Mainz geboren.
Neben Gutenberg waren typisch Mainzer Symbole wie der Dom, Wein, eine Brezel oder das Mainzer Rad zu sehen. Auch das Logo von Fußball-Bundesligist Mainz 05 fand sich am Nachthimmel wieder. Direkt danach formten die Drohnen den Conference League Pokal, um den Mainz 05 in der kommenden Saison erstmals mitspielen darf. Alle Bilder wurden von jeweils 200 Drohnen gebildet.
Drohnen-Show ist fast doppelt so teuer
Normalerweise endet das viertägige Volksfest mit einem Feuerwerk. "Wir testen das jetzt in diesem Jahr mal", hatte die scheidende Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) gesagt.
Die Drohnen-Show ist fast doppelt so teuer wie ein Feuerwerk, für das in der Regel etwa 15.000 Euro veranschlagt werden, wie ein Stadtsprecher sagte. Die Drohnen-Licht-Show gilt aber als umweltfreundlicher und weniger belastend für Tiere.
Polizei zieht positive Bilanz der Johannisnacht
Die Mainzer Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Johannisnacht. Trotz des hohen Besucheraufkommens und des guten Wetters sei das Fest größtenteils friedlich und ohne größere Zwischenfälle verlaufen.
Es sei insgesamt zu wenigen Straftaten gekommen. Die Zahl liege im niedrigen zweistelligen Bereich, so die Mainzer Polizei. So habe beispielsweise ein Mann eine Besucherin sexuell belästigt. Und an einem Stand wurde versucht, mit Falschgeld zu bezahlen.