Lockangebot bei Instagram

120 Koffer bestellt: Fake Shop betrügt Mann in Mainz über PayPal

Gleich doppelt ist ein Mann auf Betrüger hereingefallen: Erst kaufte er vermeintlich günstig ein, dann buchten die Unbekannten Geld von seinem PayPal-Konto ab.

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Von Autor/in Christiane Spohn

Die Mainzer Polizei spricht von einer professionellen Betrugsmasche. Der Mann sei auf ein scheinbar günstiges Lockangebot eingegangen.

Auf Instagram hatte er eine Werbeanzeige eines angeblichen Kofferherstellers gesehen. Er bestellte dort einen Koffer für 29 Euro und bezahlte über sein PayPal-Konto. Daraufhin erhielt er eine Bestellbestätigung.

Betrüger bestellen 120 Koffersets über PayPal-Daten

Doch plötzlich bekam er noch vier weitere Bestellbestätigungen. Über sein PayPal-Konto waren laut Polizei zusätzlich 120 Koffersets abgerechnet worden, ohne dass er sie autorisiert hatte. Die Bestellungen kosteten den Mann 3.480 Euro.

Der Mann informierte sofort seine Bank. Die bestätigte, dass die Abbuchungen eingegangen sind. "Doch helfen konnte sie ihm nicht", sagt Rinaldo Roberto, Sprecher der Mainzer Polizei. "Die Bank kann die Buchungen nicht zurücknehmen. Der Mann muss jetzt versuchen, über PayPal sein Geld zurückzubekommen."

Mann ist auf Fake-Shop im Internet hereingefallen

Laut Polizei hat der Mann dann noch selbst im Internet recherchiert und herausgefunden, dass der Kofferhersteller ein Fake Shop war.

Die Mainzer Polizei ermittelt jetzt. "Unser Fachkommissariat für Betrugsdelikte versucht herauszufinden, wie die Betrüger an die Kontodaten des Opfers gekommen sind", sagt Roberto.

Mainzer Polizei ermittelt gegen Instagram-Betrüger

Leider hätten die Ermittler aber kaum eine Chance, den Betrügern auf die Spur zu kommen. Die Fake Shops seien meist im Ausland, da müsse man erst einen Antrag bei den entsprechenden ausländischen Behörden stellen und um Hilfe bei den Ermittlungen bitten. Zudem hätten die Fake Shops ständig neue Internetadressen.

Meistens haben wir keine Chance, die Betrüger zu ermitteln.

Der einzige Schutz sei, vorsichtig bei extrem günstigen Angeboten bei Instagram und Facebook zu sein. Denn über diese Angebote würden die Betrüger an die Kontodaten gelangen.

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Christiane Spohn
Christiane Spohn ist Reporterin im SWR Studio Mainz

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