Etwa 330 Feuerwehrfrauen im Kreis Bad Kreuznach
Eine von ihnen ist Jennifer Wilbert. Die Bürokauffrau aus Oberhausen an der Nahe ist seit sieben Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. "Die Kameradschaft ist toll und man lernt immer was dazu," sagt die 48-Jährige.
Sie fühle sich voll akzeptiert von ihren Feuerwehrkameraden und ist inzwischen auch stellvertretende Wehrführerin. 21 aktive Feuerwehrleute hat Oberhausen und vier davon sind Frauen. Damit sind sie in dieser Einheit deutlich besser vertreten als anderswo.
Ich habe gelernt, dass alles machbar ist
Dennoch, es dürften auch gerne noch mehr sein, meint Jennifer Wilbert. Sie erlebe oft, dass Frauen sich zu wenig zutrauten. Wann immer möglich, spreche sie denen dann Mut zu. Sie habe gelernt, dass alles machbar sei, sagt die Feuerwehrfrau.
Frauen in der Männerdomäne
Eigentlich sieht Jennifer Wilbert gar keine großen Unterschiede zwischen dem, was Männer oder Frauen bei der Feuerwehr tun. Hier und da fehle es Frauen vielleicht an der Kraft, schwere Geräte aus dem Auto zu heben, meint sie. Dafür sorgten die Frauen in der Truppe für einen gemäßigteren Ton.
Feuerwehruniformen für Frauen
Der Kreis Bad Kreuznach hat eine Umfrage unter Feuerwehrfrauen gemacht. Eins der Ergebnisse ist, dass sich viele eine Frauenuniform wünschten. Auch bei ihr in der Einheit sei das ein Thema, sagt Jennifer Wilbert.
Sie selbst habe das Glück, gut in die Männerdienstkleidung reinzupassen. Bei anderen Frauen würde die Dienstkleidung oben passen aber an den Beinen schlackern. Noch müssen ihre Kameradinnen diese Kleider tragen, es sollen aber bald neue beschafft werden.
Erstes Netzwerktreffen der Feuerwehrfrauen
Jennifer Wilbert ist mit Leib und Seele Feuerwehrfrau. Sie und ihre ganze Familie ist in der Feuerwehr aktiv. Jetzt freut sie sich auf den Kontakt mit anderen Feuerwehrfrauen. "Es ist wie ein Stammtisch, sich auszutauschen, sich zu unterstützen, das finde ich gut," sagt sie.
Mit dabei ist auch die Landrätin im Kreis Bad Kreuznach, Bettina Dickes (CDU). Sie selbst ist seit ein paar Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Ihre Kameradin aus Oberhausen schätzt das sehr. Die Landrätin nehme keine Sonderrolle ein, besuche mit ihnen Lehrgänge und werfe ein gutes Licht auf die Feuerwehrfrauen, meint Wilbert.