"Wir warten jetzt auf den Frühling, damit wir mit den ersten Arbeiten auf den Feldern beginnen können", sagt Landwirtin Andrea Klein. Ihr Hof ist in Mainz-Hechtsheim. Die Familie baut Kartoffeln an.
Als erstes werden die Knollen einzeln nacheinander auf dem Acker verteilt. Das nennt man "Kartoffeln legen".
Die Bodentemperatur sollte dann über 5 Grad sein. Da wäre es jetzt ganz gut, wenn sich der Boden etwas aufwärmen würde.
Dass es im Januar und im Februar geregnet und geschneit hat, freut die Mainzer Landwirtin. Jetzt sei der Boden schön durchweicht, auch in den unteren Schichten. "Der Rheinhesse mag es natürlich nicht, wenn es dauerhaft regnet. Für den Boden ist das aber ganz wichtig."
Landwirten war Regen lieber als Frost
Im Februar hat es in Rheinhessen überdurchschnittlich viel geregnet. Strenger Frost wäre im Februar schlechter gewesen, sagt der Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes Andreas Köhr. Denn der Frost hätte dem Wintergetreide geschadet.
Böden konnten Wasser speichern
Die Wasserspeicher in den Böden seien voll. Wenn es nun noch etwas wärmer werde, könnten die Böden abtrocknen, so Köhr. Dann werden die Felder für die Saat oder auch für Kartoffeln bestellt.
Kartoffeln werden direkt vermarktet
In der großen Lagerhalle von Andrea Klein in Mainz-Hechtsheim liegt noch ein großer Haufen Kartoffeln, die noch verkauft werden. Das sei allerdings nur noch der Rest der vergangenen Ernte, sagt die Landwirtin und lacht. Im Herbst sei die Halle voll.
Die Familie hat sich auf Direktvermarktung spezialisiert. Es gibt einen Hofladen neben dem Haus und im Ort stehen mehrere Truhen, aus denen man gegen Bezahlung große und kleine Netze mit Kartoffeln mitnehmen kann. "Kunden, die für sich die richtige Kartoffelsorte gefunden haben, sind treue Kunden", sagt die Mainzer Landwirtin.