Die Mariengrotte liegt außerhalb von Klein-Winternheim (Kreis Mainz-Bingen) in den Weinbergen. Erbaut wurde sie in den 1950er-Jahren, später wurde dort eine moderne Marienfigur aufgestellt. Doch der fehlt jetzt der Kopf.
In der Nacht auf Sonntag schlugen Unbekannte der Madonna mit einem Stein den Kopf ab und verwüsteten die Grotte. Laut Polizei beschädigten sie auch einige Kerzen und stahlen kleine Dankesgaben wie Rosenkränze oder kleine Engel.
Mögliche Spendenaktion für Reparatur der Marienfigur
Ute Kipping-Karbach von der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas ist immer noch entsetzt über die feige Tat. Im Gespräch mit dem SWR sagte sie, die Marienfigur sei ein wehrloses Objekt. Auch viele Gemeindemitglieder fragten sich, "warum nur?".
Es ist feige, so was zu machen.
Der Schaden an der Madonna und der Mariengrotte sei groß. Ute Kipping-Karbach schätzt ihn auf etwa 5.000 Euro. Dafür würde sie gerne Spenden in Klein-Winternheim sammeln. Ortsbürgermeister Oliver Saling (CDU) hält eine Spendenaktion auch für möglich. Erst einmal müsse aber feststehen, wie hoch der Schaden tatsächlich sei.
Die Nase der Madonna fehlt
Die Marienfigur wurde von der Klein-Winternheimer Künstlerin Maya Albrecht geschaffen. Sie hat bereits alle Teile der zerstörten Madonna rund um die Mariengrotte eingesammelt. Vom Gesicht fehlt aber noch die Nase. Ob sie noch gefunden werden kann, ist unklar. Viele Einzelteile liegen verstreut in den Weinbergen.
Die Künstlerin ist nach Aussage von Ute Kipping-Karbach aber wohl guter Dinge, dass sie den Kopf der Marienfigur rekonstruieren kann. Dann soll die Mariengrotte auch wieder für alle zugänglich sein. "Es wäre traurig, wenn man sie vergittern müsste", so Ute Kipping-Karbach.
Die Allgemeine Zeitung hatte zuerst über die Zerstörung in der Mariengrotte berichtet.