Wegen schwerer räuberischer Erpressung verurteilte das Landgericht den 29-Jährigen zu der Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Das Gericht ordnete außerdem an, dass er die Strafe zum Teil in einer Entziehungsanstalt verbringt, um seinen Drogensucht zu bekämpfen. Sollte er nach zwei Jahren erfolgreich eine Therapie abschließen, könne der Rest der Strafe gegebenenfalls zur Bewährung ausgesetzt werden, so die Richterin. "Das ist ihre Chance, ihr Leben zu ändern."
Nach der Urteilsverkündung bedankte sich der 29-Jährige und sagte, er wolle nun sein Leben in den Griff bekommen.
Drei Raubüberfälle in einem Monat
Im April 2025 hatte der 29-Jährige im Mainzer Stadtteil Hartenberg-Münchfeld für Angst und Schrecken gesorgt. Er war auf einem Motorroller unterwegs, bedrohte seine Opfer mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole und forderte Geld, Bankkarten und Handys.
Seinem ersten Opfer raubte er einen 20-Dollar-Schein. Bei seinem zweiten Überfall erbeutete er 25 Euro Bargeld und eine Visa-Karte, inklusive PIN. Sein letzter Coup brachte ihm rund 1.000 Euro ein. Doch nach einem weiteren Überfall in der Neustadt Ende April wurde er schließlich von der Polizei festgenommen. Seitdem saß der 29-Jährige in Untersuchungshaft.
Serie von Raubüberfällen Bewaffneter Rollerfahrer in Mainz festgenommen
Die Serie von Raubüberfällen in Mainz durch den Fahrer eines blauen Motorrollers ist offenbar aufgeklärt: Die Polizei hat einen 29-jährigen Mann festgenommen.
Entschuldigung und Schmerzensgeld angeboten
Zu Beginn des Prozesses am Mainzer Landgericht hatte sich der Angeklagte bei seinen Opfern entschuldigt. Außerdem bot er jedem der Betroffenen 1.000 Euro Schmerzensgeld an.
Die Taten erklärte der Mann mit seiner langjährigen Drogensucht. Seit seiner Schulzeit habe er regelmäßig Drogen konsumiert, darunter Cannabis, Kokain und Amphetamine. Zur Tatzeit sei er eine ganze Woche wach gewesen und habe die Überfälle "wie durch einen Schleier" erlebt.
Das Urteil ist rechtskräftig.
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