Immer häufiger melden sich in der Verwaltung der VG Nieder-Olm (Kreis Mainz-Bingen) Bürgerinnen und Bürger und berichten, dass sie Ratten in ihrer Gemeinde gesehen hätten. Sie hoffen anscheinend, dass die VG-Verwaltung etwas dagegen unternimmt. Die hat aber jetzt klargestellt: Die Bürger müssen auch selbst etwas gegen die Ratten tun.
Auf privatem Grundstück sind Bürger zuständig
In einer öffentlichen Mitteilung der VG Nieder-Olm steht, dass generell die Grundstücksbesitzer zuständig sind, wenn in ihrem Garten oder in einem Kanal auf dem Grundstück Ratten auftauchen. Mieter sollen sich an ihre Vermieter wenden.
Bürger müssen helfen Rattenplage zu verhindern
Die VG Nieder-Olm betont, dass die Ratten ihre Nester nicht in der Kanalisation hätten, sondern meist in der Nähe von Nahrungsquellen. Kanäle würden die Ratten nur als Transportwege nutzen.
Daher reiche die Bekämpfung der Ratten in der öffentlichen Kanalisation nicht aus, um die Rattenpopulation zu bekämpfen - jeder müsse mithelfen. Nur wenn alle sich daran halten, den Ratten keine Nahrungsquellen zu bieten, könne die Zahl der Ratten in der VG Nieder-Olm verringert werden.
Ratten in Straßen und Kanälen bekämpft Verwaltung
Nur wenn Ratten auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen zu sehen seien, muss die Ortsgemeinde, Stadt oder Verbandsgemeinde handeln. Die Bürger sollen sich dann an die Abteilung Bürgerdienste der Verbandsgemeinde Nieder-Olm wenden.
Giftköder gegen Ratten in öffentlichen Abwasserkanälen
Kommen die Ratten aus einem öffentlichen Kanal in der VG Nieder-Olm, so sei der Abwasserzweckverband "Untere Selz" (AVUS) verantwortlich. Die AVUS setze bereits eine dauerhafte Rattenbekämpfung um. "In Kontrollschächten werden Köderschutzboxen gezielt eingesetzt, regelmäßig kontrolliert und bestückt", heißt es in dem Informationsschreiben der VG Nieder-Olm.
Die Boxen mit Giftködern seien so konstruiert, dass das Gift nicht mit Abwasser in Berührung komme. Sollten Ratten in öffentlichen Kanälen auftauchen, in denen noch keine Köderschutzboxen vorhanden seien, würden die gezielt von der AVUS eingebaut.