Unter dem Motto "Ein Licht für Klimagerechtigkeit" liefen 250 bis 300 Klimaaktivistinnen und -aktivisten mit ihren Laternen durch Mainz.
Der Klimastreik startete mit einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Von dort ging es über die Frauenlobstraße, die Boppstraße und den Schillerplatz bis zum Gutenbergplatz vor dem Mainzer Staatstheater.
Mainzer Klimaschützer wollen "Licht der Hoffnung" sein
"In einer Zeit, in der die Bundesregierung auf Vergangenheit statt auf Zukunft setzt, müssen wir das Licht der Hoffnung sein", erklärt Niklas Thielen von Fridays For Future Mainz. "Nur mit viel Druck von der Straße können wir eine Zusage zum konsequenten Ausstieg aus den fossilen Energien und eine sozial gerechte Klimapolitik erzwingen."
Weltklimakonferenz: Fridays For Future erwartet klare Ergebnisse
Diese Forderungen stellt die Klimabewegung Fridays For Future in erster Linie an die Teilnehmenden der zurzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Brasilien.
Es brauche klare Ergebnisse - da seien auch die deutsche Bundesregierung und Bundeskanzler Merz in der Pflicht, findet Christian Große, ebenfalls von Fridays For Future Mainz: "Wer auf internationalen Bühnen von Klimaschutz spricht, kann nicht zuhause Verbrenner-Aus, Energiewende und Klimaziele absägen."
"Die Klimakrise ist unfassbar ungerecht"
Gerade als reiche Industrienation müsse Deutschland eigentlich als gutes Beispiel vorangehen und sich für mehr Klimagerechtigkeit einsetzen. "Die Klimakrise ist unfassbar ungerecht, denn sie trifft schon heute vor allem die Menschen, die am wenigsten für sie verantwortlich sind", sagt Große.
Ziel sei es immer noch, die globale Klimaerwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen - so wie es im Pariser Klimaabkommen vor zehn Jahren beschlossen wurde.
Klimastreik auch in Bingen
Fridays For Future Bingen hatte bereits am Nachmittag auf dem Speisemarkt in Bingen zum Klimastreik aufgerufen. Und auch in Landau wurde demonstriert.