Verdachtsfälle, aber noch keine Anzeige

Fastnachtsfeiern in Mainz: Waren K.O.-Tropfen im Spiel?

Es gibt Hinweise, dass auf verschiedenen Fastnachtsfeiern in Mainz K.O.-Tropfen in Getränke gemischt worden sind. Nach SWR-Informationen soll es vier Opfer geben.

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Von Autor/in Wolfgang Seligmann

Allerdings sind bei der Polizei - Stand Sonntagnachmittag - noch keine Anzeigen eingegangen. Von daher sind die Fälle bislang auch noch nicht bestätigt.

K.O.-Tropfen im Feldlager der Schwarzen Husaren?

Der ersten Vorfall soll sich auf dem Altweiberball der Garde der Schwarzen Husaren ereignet haben. Der Vorstand der Garde hat das auf auf einem Social-Media-Kanal veröffentlicht. Laut der Mainzer Polizei hat die Garde auch eine Warnung an viele Mainzer Garden und Fastnachtsvereine verbreitet.

Laut des Social-Media-Posts sollen zwei Frauen im Feldlager der Schwarzen Husaren am Donnerstagabend Opfer dieser Tropfen geworden sein. Es sei der Rettungsdienst verständigt worden. Die Polizei hat Kenntnis von dem Vorfall, bislang habe es aber noch keine Anzeige durch die Opfer gegeben, hieß es.

Der 1. Vorsitzende der Schwarzen Husaren, Jörg Hartmann, sagte dem SWR, nach der Warnung an die anderen Garde und Vereine, habe er von mindestens einem weiteren Verdachtsfall auf K.O.-Tropfen bei einem Fastnachtsball einer anderen Mainzer Garde gehört.

Vorfälle auf dem Mainzer Domplatz

Auch unter den Narren, die am Freitagabend auf den Mainzer Domplätzen Fastnacht gefeiert haben, sollen zwei Frauen Opfer von K.O.-Tropfen geworden sein. Demnach habe eine 18-Jährige aus ihrer Flasche getrunken und sei unmittelbar danach ohnmächtig geworden. Sie habe gerade noch von ihren Freunden aufgefangen werden können, so ein Augenzeugenbericht. Außerdem habe sich eine zufällig anwesende Rettungssanitäterin um die 18-Jährigen gekümmert. Eine Freundin der 18-Jährigen habe aus der gleichen Flasche getrunken, auch sie habe Symptome von Benommenheit gezeigt, allerdings nicht so stark.

K.O.-Tropfen sind schwer nachweisbar

Die Polizei bittet alle, die vermuten Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein, sich zu melden. Allerdings, so ein Polizeisprecher, baue sich die Substanz sehr schnell ab, so dass der Nachweis solcher Betäubungstropfen nur sehr schwer möglich sei. Welches Motiv ein Täter haben könnte, in mitten eine größeren Menschenansammlung Frauen zu betäuben, ist unklar. Insgesamt habe es in der vergangenen Jahren in Mainz nur äußerst selten Probleme mit K.O.-Tropfen gegeben.

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