Für drei von vier Fahrspuren in Fahrtrichtung Bingen vor dem Hechtsheimer Tunnel sei über eine längere Strecke ein Durchfahrverbot angezeigt worden, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Trotz der roten Kreuze auf den elektronischen Leuchtschildern befuhren der Polizei zufolge "mehrere hundert Fahrzeugführer" die betroffenen Spuren.
Autofahrer sollen auch Polizisten gefährdet haben
In einigen Fällen seien dabei sogar die Polizisten gefährdet worden, die sich an dem mit Feuerwerkskörpern beladenen Lkw befanden. Der Lastwagen war am Donnerstagvormittag in Höhe der Anschlussstelle Hechtsheim-Ost liegen geblieben. Laut Polizei blockierte am Auflieger eine Bremse, die heruntergekühlt werden musste. Hinter dem Pannen-Lkw habe zur Absicherung ein Streifenwagen mit Blaulicht gestanden.
Polizei: Verhalten auf der A60 "lückenlos dokumentiert"
Die Polizei kündigte eine lückenlose Nachverfolgung an. Es werde umfangreiches Videomaterial ausgewertet. Die Aufnahmen seien aus dem eingesetzten Streifenwagen und von den Überwachungskameras des Tunnels gemacht worden. Aufgrund der hohen Anzahl an Verstößen werde die Auswertung einige Zeit dauern.
Für das Befahren eines gesperrten Fahrstreifens drohen ein Bußgeld von 90 Euro sowie ein Punkt in Flensburg, bei der Gefährdung von Polizeibeamten unter anderem auch ein einmonatiges Fahrverbot. "Eine Sperrung der Fahrstreifen durch ein 'rotes Kreuz' dient dem Schutz von Menschenleben und ist keine unverbindliche Empfehlung", heißt es in der Mitteilung der Polizei.