Auf den Straßen in Mainz und Rheinhessen sind in diesem Jahr bis einschließlich Oktober 26 Menschen durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das sind laut Polizei mehr als in den vergangenen Jahren.
Rätsel über den Anstieg der Verkehrstoten in Rheinhessen
Diese Entwicklung stellt die Polizei vor ein Rätsel. Konkrete Ursachen kann sie dafür bislang nämlich nicht festmachen. Ein Sprecher sagte: "Die sind komplett heterogen. Sie gehen von Alkohol über nicht angepasste Geschwindigkeit bis zu nicht genügend Sicherheitsabstand. Aber auch Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren und Fehler beim Abbiegen sind ein Thema."
Mehr Menschen über 65 Jahren beteiligt
Auffällig sei aber, dass im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil viele Menschen über 65 Jahren an den tödlichen Verkehrsunfällen beteiligt seien. Als Ursache nennt die Polizei den komplexer werdenden Straßenverkehr und die Entwicklung der Autos. Die Neuerungen stelle ältere Menschen oft vor Herausforderungen. Die könnten auch durch eine langjährige Fahrpraxis nicht ausgeglichen werden.
Polizei will mehr kontrollieren
Ziel der Polizei ist es daher, Senioren künftig stärker zu kontrollieren. "Das Ziel dieser Kontrollen ist jedoch nicht, den Führerschein zu entziehen. Vielmehr geht es darum, die Fahrerinnen und Fahrer zur Selbstreflexion anzuregen. Sie sollen für die potenziellen Risiken sensibilisiert werden", so der Sprecher.