Es ist der 19. August 2013 gegen 17 Uhr: Ein Mann betritt das Juweliergeschäft Giesler in der Bad Kreuznacher Innenstadt und bedroht den Inhaber mit einer Schusswaffe. Zwei weitere Männer kommen hinzu, zerschlagen mit einer Axt die Vitrinen. Ein Sicherheitsmann, der die Szene über die Videoüberwachung beobachtet, schreitet ein. Es fallen Schüsse.
Täter fliehen ohne Beute
Verletzt wird glücklicherweise niemand. Die drei Männer fliehen ohne Beute - mit einem in der Nähe abgestellten Auto. Die Großfahndung bleibt ohne Erfolg. Lediglich das leere Fluchtfahrzeug wird später von der Polizei gefunden.
Hintermänner des Raubüberfalls gefasst
Die Ermittlungen der Bad Kreuznacher Polizei führten damals zwar nicht zu den drei Räubern, allerdings zu Hintermännern in Kaiserslautern. Einer von ihnen wurde vom Landgericht Bad Kreuznach zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Versuchter Mord? Prozess verändert Ermittlungen
In diesem Prozess ergaben sich dann erste Hinweise darauf, dass einer der Täter bei dem Überfall gezielt auf den Sicherheitsmann geschossen hatte. Die Mainzer Kripo übernahm den Fall und ermittelte wegen versuchter Tötung.
Tat geschah vor 12 Jahren Überfall auf Juwelier in Bad Kreuznach - Polizei fasst mutmaßlichen Täter
2013 wurde in Bad Kreuznach ein Juwelier überfallen. Die Täter konnten fliehen. Jetzt wurde einer von ihnen in Österreich gefasst. Er sitzt nun wegen versuchten Mordes in U-Haft.
DNA-Spuren führen zum mutmaßlichen Schützen
Elf Jahre später brachte moderne Technik den Durchbruch: DNA-Spuren, die am Tatort und im Fluchtfahrzeug gesichert worden waren, führten zu einem Treffer in der DNA-Datenbank. Der mutmaßliche Schütze von Bad Kreuznach wurde schließlich im Mai 2025 in Österreich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Die Suche nach den beiden Komplizen läuft weiter. Dabei bittet die Polizei um Mithilfe.
Polizei sucht Komplizen des Räubers von Bad Kreuznach
Zum Prozessauftakt am Mittwoch hat der Angeklagte gestanden, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Überfall habe er zweimal auf einen Sicherheitsmann des Juweliers geschossen und damit dessen Leben riskiert, so der 38-Jährige.
Der Prozess wird fortgesetzt.