In den vergangenen Tagen hat die Mainzer Polizei 100 Personen auf dem Grünstreifen hinter dem Stadthaus kontrolliert. Die Polizisten durchsuchten die Kleidung und Taschen der meist männlichen Personen. Dabei wurden sie fündig: Laut Polizei konnten sie kleine Päckchen mit Marihuana und auch Kokain sicherstellen. Zwei Personen hatten zudem Messer dabei.
100 Personen nach Drogen durchsucht
100 Personen seien insgesamt kontrolliert worden. Neben den Drogen fanden die Ermittler auch größere Mengen kleinerer Geldscheine. Bei dieser "szenetypischen Stückelung" komme immer der Verdacht auf, der Besitzer könnte das Geld als Wechselgeld im Drogenhandel benutzt haben.
18 Personen erteilte die Polizei einen Platzverweis, gegen 13 wurden Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten eingeleitet. Wer zum Beispiel mehr als die erlaubte Menge Cannabis dabei hatte, gegen den wurde ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet. Wer unter Verdacht geriet, mit Drogen gehandelt zu haben, gegen den wird jetzt wegen einer Straftat ermittelt.
Drogenrazzia in der Grünanlage Kaiserstraße soll Straftaten verhindern
Viele der kontrollierten Männer sind laut Polizei "alte Bekannte". Vier hatten schon ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Mainz, darunter ein 17-Jähriger. Sie wurden deshalb kurz in Gewahrsam genommen. Das heißt, sie mussten für eine kurze Zeit in eine Zelle auf einer Polizeiwache.
Wir wollen mit den Kontrollen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
"Die Kontrollen sind nicht neu. Wir haben den Bereich seit Jahren im Blick", so ein Sprecher der Mainzer Polizei. In den nächsten Wochen werde es immer wieder solche Kontrollen geben.
Ziel der Aktionen sei es, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und Straftaten zu verhindern, so die Polizei.