Mithilfe Künstlicher Intelligenz

Neues Forschungsprojekt zu Post-Covid in Mainz

In einem Monat startet an der Unimedizin in Mainz ein neues Forschungsprojekt zu Langzeitfolgen einer Corona-Infektion. Dabei wird Künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Von Autor/in Lucretia Gather, Damaris Diener

Extreme Müdigkeit und Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Gedächtnisprobeme - die Liste der Symptome einer Post-Covid-Erkrankung ist lang. Und der Leidensdruck der Betroffenen ist enorm. An der Mainzer Unimedizin wird bereits seit zwei Jahren zu Post-Covid geforscht. Nun steht ein weiteres Projekt in den Startlöchern.

Künstliche Intelligenz unterstützt Forschung

Neu bei dem Projekt ist, dass auch mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet wird. Mit Hilfe der KI sollen sich ähnelnde Krankheitsbilder verschiedener Patienten gefunden und dann klassifiziert werden. Die Forscher hoffen, dadurch neue Ansätze für mögliche Therapien finden zu können.

Bisherige Forschungsergebnisse aus Mainz

Bisher konnte durch die Studien zu Post-Covid in Mainz belegt werden, dass die Langzeitfolgen sehr häufig mit dem autonomen Nervensystem zusammenhängen. Der Leiter der Forschungsgruppe, Kardiologie-Professor Philipp Wild, erläuterte, Patientinnen und Patienten hätten häufig zum Beispiel Probleme mit dem Blutdruck, dem Magen-Darm-Trakt, dem Atmen oder der Temperaturregulierung – all diese Körperfunktionen würden unterbewusst vom autonomen Nervensystem gesteuert. Was die Ursache dafür sei, müsse aber noch weiter untersucht werden, so Wild.

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Lucretia Gather
Damaris Diener
Damaris Diener ist Reporterin im SWR Studio Mainz und bei Das Ding