Prozess Amtsgericht

Urteil gesprochen - falsche Schlüsseldienst-Mitarbeiter hatten Frau in Mainz entführt

Mitarbeiter eines angeblichen Schlüsseldienstes sollen von einer Frau in Mainz knapp 800 Euro verlangt haben. Weil sie nicht bezahlen wollte, hatten sie sie ins Auto gezerrt und gedroht, sie zu töten. Einer der Männer ist jetzt vom Mainzer Amtsgericht verurteilt worden.

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Stand

Von Autor/in Stefan Schmelzer

Zwei Jahre Haft auf Bewährung - so lautet das Urteil gegen den Mann. In der Verhandlung am Donnerstag hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und sich bei seinem Opfer entschuldigt.

Gegen den zweiten Täter wird der Prozess weitergeführt. Er hatte sich nicht geäußert. Im Prozess kam heraus, dass auch ein dritter Mann beteiligt war. Er ist bislang unbekannt.

Opfer hatte Todesangst

Das Opfer war ebenfalls im Gerichtssaal anwesend. Die Frau wirkte noch immer eingeschüchtert. Sie sagte, sie habe Todesangst gehabt und die Tat würde sie immer noch belasten. Sie habe wochenlang Angst gehabt, das Haus zu verlassen. Zu der Entschuldigung des Täters sagte sie nach dem Prozess, sie nehme sie ihm nicht ab.

Die Männer waren laut Anklage im Februar vergangenen Jahres von der Frau gerufen worden. Sie hatte sich aus ihrer Wohnung ausgesperrt. Am Telefon habe es geheißen, der Einsatz koste 200 Euro.

Kurze Zeit später seien die angeblichen Schlüsseldienst-Mitarbeiter gekommen und hätten den Schließzylinder der Tür aufgebohrt. Dadurch sei ein erheblicher Schaden an der Tür entstanden. Und plötzlich hätten die Männer knapp 800 Euro haben wollen.

Frau von Schlüsseldienst-Mitarbeiter ins Auto gezerrt

So viel Geld habe die Frau nicht daheim gehabt, außerdem habe sie das nicht bezahlen wollen. Danach hatten sie ihr gedroht, ihr wörtlich "auf die Fresse zu schlagen", wenn sie nicht 800 statt der vereinbarten 200 Euro bezahlt. Sie zwangen sie, mit ihnen im Auto zur Bank zu fahren und das Geld abzuheben.

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