Aufmerksam lenkt Muthana Khder einen Linienbus durch die engen Straßen von Mainz. Seit Kurzem ist er ausgebildeter Busfahrer bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) und stolz auf seinen neuen Job.
Das macht Spaß, wenn man im Alltag jeden Tag etwas Neues erlebt.
Vor fünf Jahren flüchtete er aus Syrien nach Deutschland - ein Land, dessen Sprache er nicht konnte und wo er in seinem erlernten Beruf keine Arbeit fand. Dann machte er beim Projekt "Momentum Mobilität" mit, das Quereinsteiger zu Busfahrern qualifiziert.
Sicherer Job als Busfahrer in Mainz
Er sei sehr froh, jetzt einen sicheren Job zu haben, sagt Khder. Der Job des Busfahrers mache ihm Spaß, so der 30-Jährige, er möge den direkten Kontakt mit Menschen.
Seine Lieblingsstrecke führt von Mainz nach Wiesbaden. Auf der Linie 6 geht es dabei über den Rhein, das sei besonders schön, sagt Muthana Khder.
Hobby zum Beruf gemacht
Andere sind noch in der Fahrausbildung, so wie Alaboud Haytham. Auch er kommt aus Syrien, demnächst steht seine Prüfung an.
Autofahren sei schon immer sein Hobby gewesen, erzählt er. Dazu passe der Beruf des Busfahrers gut. Damit könne er nun selbst Geld für seine Familie verdienen.
Kein Personalmangel mehr bei Mainzer Verkehrsbetrieben
Inzwischen haben 59 Menschen am Projekt teilgenommen oder nehmen noch teil, darunter 52 Männer und sieben Frauen. 26 haben bereits ihre Fahrprüfung absolviert und sitzen am Steuer von MVG-Bussen.
Geschäftsführer Florian Wiesemann sagt, auch dank des Projekts sei Fahrermangel kein Thema mehr. Das sei auch für die Zukunft wichtig, denn bis 2030 werden rund zehn Prozent der jetzigen Busfahrerinnen und Busfahrer in Rente gehen. Muthana Khder will dann noch viele Jahre lang Bus in Mainz fahren.