PETA erstattet Anzeige

Rehkitze im Kreis Bad Kreuznach beim Mähen getötet

Erntezeit ist eine gefährliche Zeit für Rehkitze. Sie liegen versteckt auf Feldern und Wiesen und können so unter Mähdrescher geraten. Im Kreis Bad Kreuznach sind so offenbar zwei Rehkitze getötet worden.

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Stand

Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach eigenen Angaben eine anonyme Meldung zu den toten Rehkitzen im Kreis Bad Kreuznach erhalten. Demnach wurde das erste zerstückelte Tier Mitte Juni auf einem Feld gefunden. Drei Tage später wurde ein weiteres totes Rehkitz gefunden - wahrscheinlich wurde auch dieses bei Mäharbeiten getötet.

Die anonyme Person habe auch beobachtet, wie in einem Fall die Rehmutter immer wieder zu ihrem getöteten Kitz zurückkehrte, so PETA in einer Mitteilung.

100.000 Rehe werden jährlich beim Mähen verletzt oder getötet

In Deutschland werden laut PETA jedes Jahr etwa 100.000 Rehe bei Mäharbeiten schwer verletzt oder getötet. Der sogenannte Drückinstinkt der Jungtiere sorgt dafür, dass sie bei drohender Gefahr meist bewegungslos auf dem Boden verharren, statt zu fliehen.

Tote Rehkitze - PETA erstattet Anzeige

In dem aktuellen Fall aus dem Raum Bad Kreuznach hat PETA nun bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den Landwirt erstattet. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Tierschutz- und das Bundesnaturschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob sich ein Anfangsverdacht gegen den Landwirt ergibt.

"Immer wieder werden Tierkinder von den Klingen der Mähmaschinen grausam verletzt oder regelrecht zerstückelt, weil keine Schutzmaßnahmen getroffen wurden", so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

PETA fordert verpflichtende Drohnen-Suche

Landwirte sind verpflichtet, vor dem Mähen die Flächen nach Rehkitzen oder anderen Jungtieren abzusuchen oder diese Suche durch einen Jagdpächter zu veranlassen. PETA fordert zudem ein Gesetz, dass die Verantwortlichen verpflichtet, die Felder mit Wärmebild-Drohnen abzusuchen. Ehrenamtliche machen dies schon seit einigen Jahren.

Landwirte wurden wegen toter Rehkitze verurteilt

PETA hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder Landwirte in ähnlichen Fällen angezeigt. Einige wurden auch verurteilt. In Bernkastel-Kues wurde beispielsweise im vergangenen Jahr ein Landwirt zu einer Geldstrafe verurteilt - wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Er hatte bei Mäharbeiten drei Rehkitze getötet.

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