PETA hofft auf Hinweise

Schwanenbaby in Mainz gequält? Belohnung ausgesetzt

Das Tierheim Mainz musste einen kleinen Schwan mit einem zertrümmerten Flügel einschläfern lassen. Vermutlich wurde das Tier absichtlich gequält. Für Hinweise auf eine solche Tat hat PETA nun eine Belohnung ausgesetzt.

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Stand

1.000 Euro Belohnung hat die Tierrechtsorganisation PETA ausgelobt, um den Mainzer Fall möglichst schnell aufzuklären. Der oder die Täter müssten umgehend ermittelt werden, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. Wer wehrlose Tiere quäle, schrecke möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.

Hinweise an Polizei in Mainz oder PETA

Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Mainzer Polizei zu melden oder bei PETA – auch anonym.

"Wer wehrlose Tiere quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Feuerwehr bringt Schwanenbaby ins Tierheim Mainz

Anfang Juli hatte die Berufsfeuerwehr das Schwanenbaby ins Mainzer Tierheim gebracht. Ein Flügel hing herunter, es hatte offensichtlich starke Schmerzen. Die Beschäftigten gaben ihm den Namen "Kleiner Hansi".

Schwan hatte zertrümmerten Flügel

Der Leiter des Tierheims, Veli Kabadayi, sagt, sein Team habe alles getan, um das Schwanenbaby zu retten. Seine Mitarbeiter seien mit dem Kleinen nach Gießen in die Uniklinik gefahren. Dort gibt es eine Abteilung, die auf Wildvögel spezialisiert ist.

Dort wurde der Kleine Hansi geröntgt: Es war nicht nur der Oberarmknochen am Flügel gebrochen, sondern auch das Schultergelenk. Es sei regelrecht zertrümmert gewesen, so der Tierheimleiter. Das war dann das Todesurteil für den kleinen Schwan. Er wurde eingeschläfert.

Er musste eingeschläfert werden, weil er starke Schmerzen hatte und es keine Aussicht darauf gab, dass er jemals fliegen kann.

Tierquäler am Werk?

Die Mainzer Tierpfleger sind nicht nur traurig, sondern auch sehr wütend. Sie glauben nicht, dass der Kleine Hansi einen Unfall hatte, er habe ja noch gar nicht fliegen können. Auch zwei Ärzte seien unabhängig voneinander zu dem Ergebnis gekommen, dass das Schwanenbaby durch Fremdeinwirkung verletzt wurde. Ob absichtlich oder nicht, könne man natürlich nicht sagen.

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Tierheim Mainz erstattet Anzeige bei der Polizei

"Wir bekommen oft verletzte Schwäne", sagt Kabadayi. Zurzeit sogar häufiger, weil in der Brutzeit viele wilde Tiere leichte Opfer seien. Auch die Schwanen-Familie, zu der der Kleine Hansi gehörte, sei im Mainzer Winterhafen schon zuvor gejagt, provoziert und vertrieben worden.

Leute seien mit Booten frontal auf sie zugefahren und hätten sogar mit Bällen und Steinen nach den Tieren geworfen. Aus Empörung über den aktuellen Fall habe das Tierheim jetzt Anzeige bei der Polizei erstattet.

Tierheim Mainz will auf Quälerei aufmerksam machen

Außerdem haben sich die Beschäftigten dazu entschieden, über Facebook öffentlich auf das Problem aufmerksam zu machen. In dem Post fordern sie die Öffentlichkeit dazu auf, wachsam zu sein und Hinweise auf mögliche Tierquäler weiterzugeben.

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