Seit April ist das Wasser im Freizeitbad Rheinwelle abgelassen. Statt spielender und planschender Kinder hört man jetzt lautes Bohren und Hämmern. Nach knapp 20 Jahren muss das Dach erneuert werden. Außerdem bekommt die Rheinwelle neue Filteranlagen und eine neue Wasseraufbereitung.
Attraktion ab Oktober: zwei neue Riesenrutschen
Aber auch der Spaßfaktor soll nach der Wiedereröffnung im Oktober nicht zu kurz kommen. Dafür werden nach Angaben des Bad-Betreibers Regionalbad Bingen-Ingelheim GmbH zwei neue Riesenrutschen eingebaut.
Die sogenannte "Magic-Tube" soll mit Licht- und Toneffekten ausgestattet sein und über weitere Spezialeffekte verfügen. Die "Turbo-Slide" habe LED-Effekte und eine Zeitmessung, so der Badbetreiber. Denn wie der Name schon sagt: Bei der "Turbo-Slide" kommt es auf die Geschwindigkeit beim Rutschen an. Deshalb kann man dort künftig stoppen, wie schnell man unterwegs ist.
Schulen und Vereine müssen während Sanierung ausweichen
In dem halben Jahr, in dem das Bad geschlossen ist, müssen die Gäste woanders schwimmen gehen. Das gilt auch für Vereine und Schulen, die in der Rheinwelle trainieren und Schwimmunterricht anbieten.
"Wir betreiben auch das Naturerlebnisbad in Bingen und das Freibad in Ingelheim. Dort haben wir Belegungspläne erstellt, damit die Schulen und Vereine dahin ausweichen können. Es muss keine Schul- oder Trainingsstunde ausfallen", erklärt Geschäftsführer Dirk Osterhoff.
Erweiterung der Rheinwelle bis 2027
Neben der Rheinwelle ist derzeit ein großes Loch. Hier werden demnächst ein weiteres Sport-Schwimmbecken und ein Lehrschwimmbecken gebaut. Der Hallenbad-Anbau soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.
Der Umbau des Freizeitbads wird vom Land unterstützt. Sportminister Michael Ebling (SPD) hat am Montag einen Förderbescheid in Höhe von 4 Millionen Euro übergeben. Die Gesamtkosten für den Umbau liegen voraussichtlich bei 27 Millionen Euro.