Dicke Fliegen schwirren über Kisten mit aussortiertem Obst und Gemüse. Für die ehrenamtlichen Helfer bei der Tafel Ludwigshafen ist es viel Arbeit, verwelkten Salat oder angefaulte Tomaten aus der noch guten, von Supermärkten gespendeten Ware auszusortieren. Die häufigen Hitzetage machen Mensch und frischen Produkten in den Tafel-Räumen immer mehr zu schaffen, sagt der Vorsitzende des Tafel-Fördervereins, Jürgen Hundemer.
Das alte Kühlhaus reicht nicht mehr aus
Jetzt im Sommer würden zwar mehr Lebensmittel gespendet, aber Karotten, Tomaten, Salat oder Nektarinen verderben schnell, wenn sie nicht ausreichend kühl gelagert werden. Das wird dann weggeworfen und kann nicht an die rund 3000 Bedürftigen verteilt werden. Die Tafel Ludwigshafen muss auch aus Sicht ihres Fördervereins-Vorsitzenden dringend erweitert werden. Auf ein unbebautes, kleines Grundstück in der Bayreuther Straße, direkt neben den Tafel-Containern, habe man bereits ein Auge geworfen.
Neue Investitionen: Tafel Ludwigshafen sucht Sponsoren
Was die Tafel Ludwigshafen für zukünftige Hitzewellen benötigt: zwei neue Kühlhäuser und eine moderne, stromsparende Kühltheke für frische Produkte, erklärt Jürgen Hundemer. Außerdem seien zusätzliche Räume notwendig, in denen Gemüse und Obst gekühlt sortiert werden könne. All das sei letztendlich aber nicht ohne Sponsoren zu verwirklichen. Schon jetzt müsse der Verein Stromkosten in Höhe von jährlich knapp 5.000 Euro aufbringen, erklärte der Fördervereins-Vorsitzende.