Wie die Polizei mitteilte, ist der Rosenmontag überwiegend friedlich verlaufen. Die Einsatzkräfte konnten ihre Maßnahmen in den frühen Morgenstunden beenden - in diesem Jahr sogar früher als sonst.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Prävention und dem Jugendschutz. Die Beamten kontrollierten insgesamt 1.319 Personen, davon waren 753 Personen Kinder und Jugendliche. Währen der Kontrollen wurden rund 211 Liter Alkohol sichergestellt und vernichtet, so die Polizei.
30 Minderjährige alkoholbedingt behandelt
Insgesamt mussten 81 Personen alkoholbedingt in den Unfallhilfsstellen von den Mainzer Hilfsorganisationen versorgt werden. 30 von ihnen seien noch minderjährig gewesen.
Wie die Einsatzkräfte mitteilten, mussten bis Mitternacht 323 Personen sanitätsdienstlich versorgt werden. In 75 Fällen habe es sich um Bagatelleinsätze gehandelt, die durch Pflaster oder Kühlpacks erledigt werden konnten.
45 Personen seien zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Bei den weiteren Verletzungen habe es sich vorwiegend um Schnittwunden und Schmerzen nach Stürzen gehandelt. Auch internistische Probleme, bis hin zum Krampfanfall, seien versorgt worden.
Zudem wurde eine Sanitätskraft den Angaben zufolge leicht an der Hand verletzt, als sie vor einer Unfallhilfsstelle zu einer Schlägerei kam und sie schlichten wollte.
Nur wenige Festnahmen
Gegen 15:45 Uhr musste der Rosenmontagszug vorübergehend gestoppt werden. Grund war ein Rettungseinsatz im Bereich Rheinstraße/Weintorstraße. Ein Mitte 40-jähriger Mann war bewusstlos geworden. Der Zug habe sich jedoch kurze Zeit später wieder in Bewegung setzen können.
Die Polizei zog auch deshalb eine positive Rosenmontags-Bilanz, da ihren Angaben zufolge lediglich vier Personen festgenommen und 47 Besucher des Platzes verwiesen werden mussten.
Insgesamt registrierten die Beamten 55 Straftaten - darunter Körperverletzung, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Sexualdelikte. In einem Fall konnte ein männlicher Täter identifiziert werden, der mehreren Frauen an das Gesäß beziehungsweise in den Schritt gefasst hatte.
Über 500.000 feiernde Menschen in Mainz
Insgesamt hätten über 500.000 Menschen den Mainzer Rosenmontag gefeiert, verglichen mit dieser Zahl sei die Menge an Straftaten eher gering, so die Polizei. Die Beamten rechnen nach eigenen Angaben aber mit weiteren Anzeigen, die erst im Nachhinein erstattet würden.
Symptome wie "Filmriss" ernst nehmen
Die Polizei wies auch auf K.O.-Tropfen hin. In einem Fall konnte der Verdacht zwar nicht bestätigt werden, dennoch riefen die Einsatzkräfte dazu auf, Symptome wie "Filmriss", blaue Flecken oder Unterleibsschmerzen ernst zu nehmen. Bei einem Verdacht sollten Betroffene Beweise in einer spezialisierten Klinik, wie in Mainz, sichern. Auch der Frauennotruf biete Hilfe an.
Polizei spricht von fröhlicher Stimmung
Die Polizei sprach von einer ziemlich fröhlichen und ausgelassenen Stimmung. "Es wird jedes Jahr besser", bilanzierte Polizeisprecher Rinaldo Roberto bereits am Montag.