Trotz starken Regens haben rund 60.000 Menschen in Trier den Höhepunkt der Karnevalszeit gefeiert. Der Rosenmontagszug wurde am Nachmittag erstmals auch im SWR Fernsehen übertragen.
Närrisches Treiben Der Trierer Rosenmontagszug 2026 komplett in der Mediathek
Der Rosenmontagszug in Trier ist mit bunten Wagen, fantasievollen Kostümen und fröhlichen Jecken der Höhepunkt der Karnevalssaison der ältesten Stadt Deutschlands. Mit dabei: Moderator Martin Seidler und Zugreporterin Jana Hausmann, die das närrische Treiben auf dem Hauptmarkt begleiten.
Zugstrecke etwa sieben Kilometer lang
Die Strecke war rund sieben Kilometer lang. Der Zug führte wie jedes Jahr von Trier‑Süd nach Trier‑Nord und endete mit der großen After‑Zug‑Party in der Arena. Dort wurden auch die besten Gruppen und Wagen ausgezeichnet. Neben vielen Vereinen der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) waren erneut private Gruppen, regionale Firmen und Initiativen mit dabei.
Fans des Rosenmontagszugs konnten einen aktuellen Sessions-Anstecker kaufen. Durch ihn sollten auch die Kosten für die Karnevals-Veranstaltungen finanziert werden.
Clown-Weltrekord nicht geschafft
Am Vormittag wollten der Schirmherr des Trierer Rosenmontagszugs und der Verein Nestwärme einen neuen Weltrekord aufstellen. Der Trierer Rosenmontagszug sollte zur größten Clown‑Versammlung Deutschlands werden. Treffpunkt und Zählung waren vor der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier‑Süd. 708 Clowns wären nötig gewesen - gekommen sind nach Angaben der Organisatoren rund 550.
Viele von ihnen liefen danach als Gruppe beim Umzug mit. Sie waren damit die größte Gruppe, die seit 1951 beim Rosenmontagsumzug in Trier mitgemacht hatte,
Mit dem Weltrekord wollte man ein "sichtbares Zeichen für Gemeinschaft setzen", und zugleich auf die Kinder- und Familienhospizarbeit der Nestwärme aufmerksam machen.
Kappensitzungen Umzüge und viel Engagement So schön war der Karneval in der Region Trier in der Session 25/26
Närrische Highlights in der Region Trier: Der Karneval in Eifel, Mosel und Hunsrück hat einiges zu bieten. Hier ein paar Beispiele.
Gelungene Session für Trierer Stadtprinzenpaar
Für das offizielle Trierer Stadtprinzenpaar Lea und Tommy vom KV Waldrach war der Rosenmontagzug der Höhepunkt der Session. Sie hatten in den vergangenen Wochen etwa 200 Termine wahrgenommen.
Wir hatten eine super Session mit richtig tollen Auftritten.
Neben vielen Karnevalssitzungen hatten sie unter anderem Seniorenheime, Kindergärten und Krankenhäuser besucht. Eine Zeit, die die beiden nie vergessen werden: "Wir hatten eine super Session mit richtig tollen Auftritten, konnten viele Erinnerungen schaffen und vielen Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern."
Rosenmontag in Trier weitgehend friedlich
Die Polizei Trier zeigt sich in einer ersten Bilanz zufrieden mit dem Verlauf des Rosenmontags. Der Tag sei weitgehend friedlich geblieben.
Lediglich einmal musste die Polizei wegen einer Schlägerei eingreifen. Außerdem kam es zu einigen Beleidigungen - diese Situationen konnten die Beamten nach eigenen Angaben frühzeitig und präventiv klären.
Straßenkarneval in Eifel und Hunsrück
Auch außerhalb von Trier kamen die Rosenmontagsumzüge nicht zur kurz. In der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück zogen Motivwagen und Fußgruppen durch die Straßen. So etwa in Neuerburg, Schweich, Lieser, Idar-Oberstein oder Traben-Trarbach.
In Idar-Oberstein waren in diesem Jahr rund 40 Gruppen und mehr als 700 Teilnehmende auf der Straße. Der Zug schlängelte sich etwa drei Stunden von der Obersteiner Altstadt bis hin zum Idarer Schleiferplatz. Dort wurde dann die After-Show-Party gefeiert.
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"Zell Miau" hieß es in Zell an der Mosel, als die Narren dort ihren traditionellen Rosenmontagszug feierten. Im Hochwald gab es mit dem Schlachtruf "Alleh Hopp" einen Umzug in Greimerath und ebenso in Hermeskeil und Schillingen. In der Eifel wurde die Straßenfastnacht unter anderem in Gerolstein, Hillesheim, Landscheid und Prüm gefeiert.
Randale gegen Retter und Polizei in der Eifel
In Stadtkyll hat am späten Rosenmontag eine Gruppe von Leuten Rettungskräfte attackiert, die wegen eines medizinischen Notfalls im Einsatz waren.
Laut Polizei Prüm warfen mehrere Personen Flaschen und schlugen gegen den Rettungswagen. Als die Polizei eintraf, beleidigte eine Frau aus einem Fenster heraus die Beamten. Gegen alle Beschuldigten wurden Strafverfahren eingeleitet. Zeugen sollen sich mit Hinweisen bitte an die Polizei in Prüm wenden.
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