Nach der Tat im Januar waren mehrere Hinweise bei der Polizei in Mainz eingegangen. Nach Angaben eines Polizeisprechers konnte so ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Gegen ihn sei ein Strafverfahren eingeleitet worden - unter anderem stehe mögliche Jagdwilderei im Raum.
Mann mit Gewehr versetzt Bewohnerin in Angst und Schrecken
Die Bewohnerin des Hauses, in deren Garten die Taube vom Baum geschossen wurde, hatte dem SWR im Januar von der Tat berichtet. Sie habe sich gerade Kaffee gekocht, als sie sah, wie ein älterer Mann mit seinem dunklen Opel Kadett auf dem Feldweg vor ihrem Haus stoppte.
Der Mann sei ausgestiegen und habe ein Gewehr aus dem Auto genommen. Dann sei er geradewegs auf ihr Haus zugelaufen und rechts auf den Weinberg neben ihrem Haus gegangen.
Mann schießt mit Gewehr auf Taube
Plötzlich habe sie einen Schuss gehört. "Ich war völlig außer mir, ich bin sofort auf den Balkon und habe ihn gefragt, was das denn soll", erzählt die Frau. Der Mann habe ihr ganz ruhig und selbstsicher geantwortet und gesagt, er mache das, was jeder Mann tun sollte. Zu einer herbeigeeilten Nachbarin habe er noch gesagt, jeder sollte Tauben abschießen.
Abgeschossene Taube ist verschwunden
Daraufhin sei er in sein Auto gestiegen und weggefahren. Die beiden Frauen gingen in den Garten und fanden im Gebüsch eine tote Taube.
Die Frauen fotografierten das Tier und gingen ins Haus, um die Polizei zu alarmieren. Zehn Minuten später sei die tote Taube aber verschwunden gewesen. Die Polizei entdeckte dann auch nur noch Federn und Blut in dem Gebüsch. Vermutlich war der Schütze zurückgekommen und hatte die tote Taube mitgenommen.
Ermittlungen der Polizei noch nicht abgeschlossen
Nach Angaben des Polizeisprechers sind die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen, auch wenn der mutmaßliche Täter jetzt ermittelt ist. Auf den Tatvorwurf Jagdwilderei stehen bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe.