Laut Polizei ist es immer die gleiche Masche, die der Mann und die Frau anwenden. Unter einem Vorwand versuchen sie, so nah an ihre Opfer ranzukommmen, dass sie deren Schmuckstücke stehlen können.
Fußgängerin in Ingelheim wird Opfer von dreisten Trickdieben
Erst am Donnerstagnachmittag ist eine 46-jährige Frau in Ingelheim Opfer der beiden geworden. Die Frau war zu Fuß unterwegs, als plötzlich neben ihr ein dunkles Auto anhielt. Am Steuer saß ein Mann, auf dem Beifahrersitz eine Frau.
Die Frau sprach die 46-Jährige aus dem Auto heraus an. Laut Polizei sagte sie, es sei im Ramadan üblich, Wertgegenstände zu verschenken. Obwohl die Fußgängerin erklärte, sie wolle keine Geschenke, stieg die Frau aus dem Auto aus und legte ihr zwei Ketten um den Hals.
Als der Mann und die Frau weggefahren waren, bemerkte die 46-Jährige, dass ihre eigene echte Goldkette verschwunden war.
Radfahrerin in Gau-Algesheim kann flüchten
Kurz zuvor hatte eine Radfahrerin der Polizei einen ähnlichen Vorfall gemeldet. Sie war in Gau-Algesheim unterwegs, als ein Auto neben ihr auftauchte. Die Beifahrerin fragte sie aus dem Auto heraus, wieviel Uhr es sei.
Laut Polizei versuchte die Beifahrerin, nach der Hand der Radfahrerin zu greifen. Diese wurde misstrauisch, zog ihre Hand zurück und fuhr weg. Die Polizei vermutet, dass sie so verhindert hat, dass die Trickdiebin ihre Uhr stehlen konnte.
Trickdiebe überrumpeln Senior in Mainz-Gonsenheim
Förmlich überrumpelt wurde dagegen Ende Februar ein 78-jähriger Mann in Mainz-Gonsenheim. Er war zu Fuß unterwegs, als ein Auto neben ihm anhielt. Der Fahrer fragte den Senior nach einem Krankenhaus. Daraufhin beschrieb ihm der 78-Jährige den Weg zur Universitätsmedizin.
Danach stieg plötzlich eine Frau aus dem Auto, umarmte den Senior überschwänglich und bedankte sich. Der Fahrer überreichte dem 78-Jährigen dann einen 100-Euro-Schein und billigen Modeschmuck.
Den Geldschein nahm die Frau dem Senior wieder aus der Hand. Dann fuhren die beiden weg. Später fiel dem 78-Jährigen auf, dass seine Halskette und sein Armband verschwunden waren.
Polizei warnt vor Trickdieben
Laut Mainzer Polizei sind die beiden Trickbetrüger gerade verstärkt in Rheinhessen unterwegs. Sie würden immer versuchen, unter einem Vorwand ihren Opfern die Hände zu schütteln oder sie zu umarmen. "Dabei tauschen die Trickdiebe meist billigen Schmuck gegen den echten Schmuck ihrer Opfer aus", so eine Polizeisprecherin.
Die Mainzer Polizei rät, im Moment sehr misstrauisch zu sein und die Nähe von fremden Menschen nicht zuzulassen.