Notlagen vorgetäuscht

Urteil am Amtsgericht Bad Kreuznach: Frau um 25.000 Euro betrogen

Das Amtsgericht Bad Kreuznach hat einen 57 Jahre alten Mann wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt. Er hatte vor Gericht gestanden, mit Lügengeschichten eine Frau ausgenommen zu haben, die er über ein Dating-App kennengelernt hatte. 

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Von Autor/in Sibylle Jakobi

Mehrmals sagte der Angeklagte vor Gericht, er schäme sich sehr. Er habe sich bei seinem Opfer entschuldigt und auch begonnen, das Geld zurückzuzahlen. Das Gericht allerdings betonte, dass er besonders niederträchtig gehandelt habe.

Der Angeklagte und die Frau hatten sich über eine Dating-App kennengelernt und später auch persönlich getroffen. Laut Anklage hatte der 57-Jährige diesen Kontakt über Jahre genutzt, um die Frau auszunehmen.

Mit dreisten Lügen Geld ergaunert

Dabei habe er auch vor drastischen Lügen nicht zurückgeschreckt. So erzählte er, dass er alleinerziehender Vater sei und die Familie seiner verstorbenen Frau persönlich aus der Ukraine habe retten müssen.

Immer wieder überwies die Frau Geld, um ihm in seiner vermeintlichen Not zu helfen - insgesamt mehr als 25.000 Euro. Die inzwischen vom Angeklagten getrennt lebende Ehefrau hat vor Gericht ausgesagt, er habe immer nur gelogen und auch sie und die Kinder betrogen.

Angeklagter in Bad Kreuznach kein Unbekannter

Der Mann wurde bereits fünfmal wegen Betrugs verurteilt. Er stand deswegen auch unter Bewährung.

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Sibylle Jakobi
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Stefan Schmelzer
Stefan Schmelzer ist Reporter im SWR Studio Mainz

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