Mehrmals sagte der Angeklagte vor Gericht, er schäme sich sehr. Er habe sich bei seinem Opfer entschuldigt und auch begonnen, das Geld zurückzuzahlen. Das Gericht allerdings betonte, dass er besonders niederträchtig gehandelt habe.
Der Angeklagte und die Frau hatten sich über eine Dating-App kennengelernt und später auch persönlich getroffen. Laut Anklage hatte der 57-Jährige diesen Kontakt über Jahre genutzt, um die Frau auszunehmen.
Mit dreisten Lügen Geld ergaunert
Dabei habe er auch vor drastischen Lügen nicht zurückgeschreckt. So erzählte er, dass er alleinerziehender Vater sei und die Familie seiner verstorbenen Frau persönlich aus der Ukraine habe retten müssen.
Immer wieder überwies die Frau Geld, um ihm in seiner vermeintlichen Not zu helfen - insgesamt mehr als 25.000 Euro. Die inzwischen vom Angeklagten getrennt lebende Ehefrau hat vor Gericht ausgesagt, er habe immer nur gelogen und auch sie und die Kinder betrogen.
Angeklagter in Bad Kreuznach kein Unbekannter
Der Mann wurde bereits fünfmal wegen Betrugs verurteilt. Er stand deswegen auch unter Bewährung.