Die Masche der Betrüger ist mit kleinen Variationen immer diesselbe. Sie rufen ältere Menschen an und geben sich als deren Enkel oder andere Verwandte aus. Meist gaukeln die Täter ihren Opfern vor, dass sie sich in einer Notlage befinden und dringend Geld brauchen.
Ältere Menschen lassen sich von Betrügern verunsichern
Häufig lassen sich Seniorinnen und Senioren davon so verunsichern, dass sie zustimmen, größere Geldsummen von ihrem Bankkonto abzuheben und sie den Betrügern auszuhändigen.
Doch hier kommen die Beschäftigten der Bank ins Spiel. Diese werden seit einigen Jahren speziell darauf geschult, solche Betrugsversuche zu erkennen, heißt es von der Volksbank Darmstadt Mainz.
Mitarbeiter lernen, mögliche Betrugsopfer zu erkennen
Sie sprechen Kundinnen und Kunden an, wenn ihnen etwas komisch vorkommt, wenn die Menschen beispielsweise plötzlich eine sehr hohe Geldsumme auf einen Schlag abheben wollen.
Gut aufgepasst Bank-Mitarbeiter vermasseln Telefonbetrügern in Mainz die Tour
Schon wieder haben Betrüger versucht, Menschen am Telefon unter Druck zu setzen, um an Geld zu kommen. In Mainz kamen ihnen allerdings aufmerksame Bank-Mitarbeiter in die Quere.
Außerdem erhalten sie regelmäßig Informationen über gängige Betrugsmaschen und bekommen einen Verhaltens- und Fragenkatalog an die Hand, um mögliche Betrugsopfer zu erkennen.
Fingerspitzengefühl der Beschäftigten gefragt
Es sei natürlich eine äußerst heikle Situation, wenn ältere Menschen an die Schalter kämen, so ein Vorstandssprecher der Volksbank. Denn man könne den Kontoinhabern ja nicht verbieten, das Geld abzuheben, und es ginge den Bankmitarbeiter auch gar nichts an.
Dennoch: Durch die Schulungen seien alle am Schalter so sensibilisiert, dass sie auf die Mimik der Kunden achten und auch genau auf die Gründe hören, warum das Geld so schnell zur Verfügung stehen muss.
Betrüger wollten 1,5 Millionen Euro mit Enkeltricks ergaunern
Generell sei die Zahl der Enkeltrickversuche in den vergangenen Jahren zurückgegangen. 2024 wurden bei den Filialen der Volksbank nur noch fünf Fälle registriert, heißt es. In den Jahren davor seien es regelmäßig zehn bis 15 gewesen.
Insgesamt hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank seit 2021 fast 50 solcher Enkeltricks verhindern können. Bei den Betrugsversuchen sollten alles zusammen genommen 1,5 Millionen Euro ergaunert werden.
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